Spielbericht

Dritter Saisonsieg teuer erkauft
HSV Lok Pirna Dresden - MSG Groß-Bieberau/Modau 31:28


Der HSV Lok Pirna Dresden ist sprichwörtlich auf dem Zahnfleisch zu seinem dritten Saisonsieg gekrochen. "Wir standen die letzten zwanzig Minuten nur noch mit sechs Feldspielern auf dem Parkett." zollte Petr Hazl den "Rest" seiner Mannschaft großes Lob. "Die haben in dieser entscheidenden Phase der Partie alles reingehauen."

Nicht ausgenommen vom Lob des Pirnaer Trainers waren mit "Toto" Schneider, Stefan Helbig und Philipp Große jene drei Spieler, die vorher schon nicht mehr mitmachen durften oder konnten. Die intensiv geführte Partie hatte bei beiden Mannschaften sichtbar Spuren hinterlassen. MSG Trainer Ralf Ludwigs Vergleich von einer verlorenen Schlacht aus der sein Team mit zu vielen Verletzten herausging, mag zwar etwas materialisch klingen, zeigt aber mit welcher Intensität beide Teams während der sechzig Minuten zur Sache gingen. Die sächsischen Eisenbahner hatten vor 450 Zuschauern auf dem Sonnenstein nach 15 Minuten bereits eine 9:4 Führung herausgeworfen. Spieler der ersten Viertelstunde war "Toto" Schneider. Nach vier Treffern in typischer "Schneider-Manier" und drei Zeitstrafen kam für den Pirnaer in der 25. Minute bereits das Aus. "Die erste Strafe war ein Allerweltsfoul. Beim zweiten Mal muss ich einfach weglassen." gestand "Toto" der den bei dieser Aktion verletzten Kris Jost (Verdacht Gehirnerschütterung) baldige Genesung wünschte." Die dritte Zeitstrafe hat mein Gegenspieler einfach provoziert und sich theatralisch fallen lassen. Am Ende ist wichtig was da oben dran steht." zeigte Torsten Schneider auf das Endergebnis an der Anzeigentafel. Bis dahin war es für die Heimsieben ein allerdings noch langer Weg. Die Hessen egalisierten beim Pausen 14:14 die Pirnaer Führung. Vor allem Linksaußen Jan Döll (7 Treffer) hielt die MSG im Rennen. Nach dem Seitenwechsel gelang Philipp Große beim 20:18 (40.min.) erstmals wieder eine Zweitoreführung. Der Pirnaer Rechtsaußen schied allerdings, ebenso wie MSG Spielmacher Til Buschmann verletzt aus.

Nachdem Stefan Helbig in der 40. Minute auch noch mit Rot vom Parkett musste, spielte die Lok die Partie ohne Wechsler zu Ende. "Christian Möbius, die drei Jiris, (Brecko,Havlat,Boucek) Martin Danowski und Vladan Kovanovic haben in dieser Phase den Kopf oben behalten. Ein Riesenkompliment für diesen Kampf." ballte Uwe Heller nach dem Abpfiff seine Siegerfaust. Vladan Kovanovic( 7 Treffer) übernahm in den Schlussminuten Verantwortung. Nachdem Nick Weber den Anschluss der Hessen vereitelte, als er sich beim Wurf von Alexander Rohaly ganz breit machte, traf Kovanovic im Gegenzug zum vor entscheidenden 30:28 für die Lok.

HSV: Dietze, Weber, Möbius 2, Brecko 3, Havlat 3, Helbig, Große 6/3, Schneider 4, Kovanovic 7/2, Danowski 6/1