Spielbericht

Lok geht der Dampf aus
HSV Lok Pirna Dresden - HSC Bad Neustadt 24:27


Die Handballer des HSVLlok Pirna Dresden befinden sich weiter im freien Fall. Nach der 19. Saisonniederlage glauben in Handball Pirna nur noch die allerkühnsten Optimisten an den Klassenerhalt. "Nach den Ergebnissen an diesem Wochenende und vor allem der Leistung die die Mannschaft heute abgeliefert hat, können wir hinter die Saison wohl einen Haken machen." So wie Uwe Heller hatten auch die 350 Zuschauer in der Sonnensteinarena den Glauben, gegen den HSC Bad Neustadt den vierten Saisonsieg einzufahren, ziemlich früh verloren. Die Partie war nach der 3:0 (5.min.) Führung für die Gäste schon früh entschieden.

"Man hatte während der gesamten sechzig Minuten eigentlich nie den Eindruck,dass da noch etwas kippen könnte." war Uwe Heller maßlos enttäuscht. Vor allem in der ersten Spielhälfte ging bei den sächsischen Eisenbahnern so ziemlich alles daneben. "Im Angriff Handball mit der Brechstange und in der Abwehr offen wie ein Scheunentor" fasste Uwe Heller die ersten dreißig Minuten kurz zusammen. Das es zur Pause nur 10:16 hieß, hatte der Gastgeber vor allem Nick Weber zu verdanken. Der Lok Schlussmann verhinderte mit seinen Paraden ein Halbzeitdebakel für seine Mannschaft. Auch nach dem Wechsel setzte sich das zerfahrene Spiel des HSV fort. "Zu viele Einzelaktionen, zu hastige Abschlüsse,vier verschenkte Strafwürfe und in der Abwehr haben wir den HSC immer wieder zu einfachen Treffern eingeladen."

Nicht nur HSV Trainer Petr Hazl sprach von einem der schlechtesten Heimauftritte der Saison. "Pirna hat uns das Siegen ziemlich leicht gemacht." zeigte sich auch HSC Trainer Margots Valkovskis erstaunt. "Wir haben das Videomaterial gut studiert und die Schwächen von Pirna konsequent ausgenutzt." Valkovskis, in der Regionalliga Süd noch als Spieler mit Bad Neustadt in Pirna erfolgreich, durfte sich sechs Jahre später auch als Trainer über einen Erfolg bei den Sachsen freuen. "Pirna sollte sich jetzt nicht hängen lassen. Die haben noch die Spiele gegen Köthen und Northeim und damit zumindest die Chance auf einen eventuellen Relegationsplatz." Aber selbst diese Aussicht und die nur vier Zähler Abstand auf Köthen, konnten die Laune von Uwe Heller an diesem Abend nicht wesentlich bessern. "Da muss sich die Mannschaft kommenden Samstag im Heimspiel gegen Kirchzell schon um 100 Prozent steigern."

HSV: Weber, Dietze, Möbius 1, Brecko 5/1, Havlat 3, Boucek 1, Helbig, Große 6/2, Schneider 5, Danowski 1, Kovanovic 2