Vorbericht

Erneuter Erfolg gegen Köthen?


Es war der 29.11.2014... Nach einer bis dahin mehr als mageren Punktausbeute mit nur zwei Zählern aus zwei Remis gegen den HSV Hannover und den TV Groß-Umstadt war es soweit - die Handballspielvereinigung Lok Pirna Dresden hatte endlich Grund zum Feiern, denn am 13. Spieltag gelang den Elbestädtern der erste Saisonerfolg. Mit 28:26 behielten Torsten Schneider und Co. die Oberhand im Duell gegen die HG 85 Köthen, den Aufsteiger aus der Mitteldeutschen Oberliga. Diesem Sieg ließen die sächsischen Eisenbahner dann eine Woche später ein weiteres Zwei-Punkte-Erlebnis folgen - und so durften die Lok-Mannen wieder auf den sportlichen Klassenerhalt hoffen.

Knapp fünf Monate sind seitdem vergangen und für die Mannschaft von Lokführer Petr Hazl steht fest, dass es in der kommenden Spielzeit für die Elbestädter eine Etage tiefer auf Punkte- und Torejagd gehen wird. Der Gang in die Mitteldeutsche Oberliga ist gewiss. Ob dieses Schicksal auch den Kontrahenten der Lok-Buben ereilen wird, scheint ebenfalls unausweichlich - zumindest, wenn es um den direkten Klassenerhalt geht. Die Köthener rangieren aktuell auf dem drittletzten Tabellenplatz und haben bei noch drei ausstehenden Partien sechs Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz, den gegenwärtig der TV Groß-Umstadt belegt. Gegen die Hessen muss das Team von HG-Spielertrainer Steffen Fischer auf fremden Parkett ran, das Hinspiel verloren die Sachsen-Anhaltiner in der heimischen Heinz-Fricke Sporthalle klar mit sieben Toren Differenz und so müsste die HG nicht nur mit einem Tor Unterschied mehr in Groß-Umstadt das Parkett als Sieger verlassen, sondern auch die beiden Partien gegen Kirchzell am letzten Spieltag und am kommenden Samstag gegen die Hazl-Mannen siegreich gestalten, während Groß-Umstadt indes alle Partien verliert. Ein Szenario, dass angesichts der aktuellen Lage nicht gerade für die Köthener spricht.

Vielleicht aber öffnet sich für die Bachstädter auch der Weg über eine Hintertür. Ob es aus sportlichen oder wirtschaftlichen Gründen aller Vereine in den vier Staffeln der Dritten Liga auch in diesem Jahr eine Relegation geben wird ist aktuell noch nicht sicher. Ungeachtet der Sorgen und Nöte der Gastgeber aus Sachsen-Anhalt steht für die Elbestädter jedoch fest, dass sie in den letzten drei Partien alles aus sich rausholen wollen, um vielleicht einen solchen Erfolg wie im Hinspiel zu wiederholen, es wäre Balsam für die gebeutelte Pirnaer Handballseele. Und so sollten die sächsischen Eisenbahner die Möglichkeit beim Schopfe packen, ohne Druck frei aufspielen zu können. Für Trainer Petr Hazl ist es auch die Möglichkeit, allen Spielern, die ihm in den letzten drei Drittliga-Partien zur Verfügung stehen, die nötigen und verdienten Einsatzzeiten zu gewähren, um die für die Pirnaer Ballwerfer vorerst letzten Minuten Luft in Deutschlands dritthöchster Spielklasse zu schnuppern und ihr Können unter Beweis zu stellen. Nicht mit von der Partie sein wird Abwehrrecke Torsten Schneider, der nach seiner Hinausstellung vom letzten Wochenende gegen Bad Blankenburg für den kommenden Samstag zum Zuschauen verdammt ist.

Werden die Elbestädter trotz alledem zum Wiederholungstäter und können der HG 85 Köthen beide Punkte aus der Heinz-Fricke-Sporthalle klauen?