Spielbericht

Niederlage und fünf Mal Rot zum Auftakt
HSV Lok Pirna Dresden - TUS 1947 Radis 28:32 (14:10)


Die Handballspielvereinigung Lok Pirna Dresden ist mit einer Niederlage in die neue Saison gestartet. Das Team von Trainer Alexander Hübner kassierte auf heimischen Parkett ein 28:32 gegen den TUS 1947 Radis. „Etwas nervös bin ich schon.“ machte Alexander Hübner aus seinem Lampenfieber vor dem Anpfiff keinen Hehl. „Die Mitteldeutsch Liga ist ja für uns alle Neuland. Deshalb ist diese Partie gegen einen Aufstiegsfavoriten auch so etwas wie eine erste, kleine Standortbestimmung.“ 300 Zuschauer auf dem Sonnenstein erlebten eine teilweise verbissen geführte Partie, in der die Unparteiischen Stephan Hirsch und Wolfhard Mensch fünfmal Rot und fast 20 Zeitstrafen verhängten. „So etwas habe ich auch noch nicht erlebt.“ wunderte sich TUS Spielertrainer Steffen Fischer über die Strafenflut innerhalb von sechzig Minuten. Sicherlich war es für zwei Herren aus Aue und Leipzig nicht immer einfach bei den vielen Nicklichkeiten, versteckten und unbeabsichtigten Fouls immer das richtige Maß zu finden. „Dass da aber gleiche Verstößen völlig unterschiedlich bestraft wurden, regt mich schon gewaltig auf.“ machte Uwe Heller seinem Ärger Luft. „In der Anfangsphase wurde ja fast jeder Körperkontakt von uns bestraft.“ Pirnas erster Treffer in neuer Umgebung ging auf das Konto von „Toto“ Schneider. Dieser Treffer sollte aber auch sein einziges Erfolgserlebnis in dieser Partie bleiben. Bei einem Abwehrversuch fand sich die Hand des Pirnaer Rückraumregisseurs im Gesicht von Kilian Kraft wieder. Der Ex-Pirnaer ging zu Boden und provozierte mit einer Oscar-verdächtigen Leistung die Rote Karte (10. min) für Schneider. Nur eine Minute zuvor ließen die Unparteiischen bei einem haargenau gleichen Vergehen gegen Robert Schulze die Partie einfach weiterlaufen. Die Gastgeber gingen erstmals nach einem verwandelten Strafwurf von Dusan Milicevic mit 9:8 (23. min) in Führung und bauten diese zur Pause auf 14:10 aus.

Die zweite Spielhälfte konnte man getrost unter dem Motto: „Eine rote Karte habe ich noch“ einordnen. Die beiden Herren aus Aue und Leipzig schickten mit Max Ziemann und Christian Telehuz, sowie mit Max Hartmann und Christian Möbius von jedem Team jeweils noch 2 Akteure vorzeitig unter die Dusche. „Während die Rote von Max Hartmann, der Patrick Heddrich von hinten umstieß, wohl unstrittig war, könnte man über die dritte Zeitstrafe von Christian Möbius, der hinten keine Augen im Kopf hat, schon wieder diskutieren.“ ärgerte sich Uwe Heller über das dritte Rot für seine Lok „Irgendwie passt sich eine Klasse tiefer auch da die Leistung der Unparteiischen an. Zumindest war das heute so.“. „Die drei roten Karten und im Besonderen die für „Toto“ haben unser Konzept schon etwas durcheinander gebracht. An der Niederlage ändert das aber nichts.“ stellte Alex Hübner nach dem Abpfiff fest. „Da hat sich in der Schlussviertelstunde einfach unser individuell besser besetzter Kader durchgesetzt.“ freute sich Steffen Fischer über den Auswärtserfolg. Der Spielertrainer des TUS egalisierte mit zwei Treffern in Folge zum 23:23 (50.min) und 23:24 die lange Führung der Lok. Carlo Wittig, der vom LVB Leipzig ins Burgenland wechselte, machte nach diesem Schock für die Gastgeber mit zwei weiteren Treffern für Radis den Deckel endgültig drauf. In einer Woche steht für die sächsischen Eisenbahner beim HSV Apolda die erste Auswärtsaufgabe ins Haus.

HSV Lok: Dietze, Weber, Schneider 1, Kovanovic 5, Möbius 2, Dietze, Milicevic 9/6, Ultsch 3, Meinelt 1, Hartmann, Gildemeister 2, Schulze 5, Maixner

Vor der Partie der Lok-Mannen konnte Uwe Heller einen Scheck im Wert von über 400,00 Euro aus den am vergangenen Wochenende gesammelten Spenden für den Sonnenstrahl e.V. (Unterstützung von Eltern krebskranker Kinder) an Peter Hatzirakleos übergeben, der diesen stellvertretend für Wochenkurier-Verlagsleiterin Sina Häse in Empfang nahm. An dieser Stelle sei allen Spendern und Ünterstützern, auch im Namen der Handballspielvereinigung Lok Pirna Dresden noch einmal recht herzlich gedankt.