Vorbericht

Eisenbahner dampfen zur ersten Auswärtshürde in Apolda


45 Minuten spielten die Jungs der HSV Lok Pirna Dresden einen guten Ball. In der Auftaktpartie gegen einen am Ende cleveren Staffelfavoriten aus Radis hatte das Team von Lok-Coach Alexander Hübner nach 60 Zeigerumdrehungen jedoch das Nachsehen und musste die ersten beiden Punkte in der Mitteldeutschen Oberliga abgeben. Panik löste die Heimniederlage beim Neu-Trainer der Elbestädter allerdings nicht aus. Sicherlich hätte sich Hübner zu seiner Premiere auf der Pirnaer Bank einen Sieg und damit einen gelungenen Einstand gewünscht. Aber auch er weiß sehr gut einzuschätzen, dass die Trauben in der neuen Spielklasse ebenso wenig tief hängen wie in Liga drei. "Da gab es gleich zum Saisonauftakt einen echten Gradmesser mit der Partie gegen Radis", konstatierte der Lokführer das erste Spiel als Chefcoach. Und auch weiterhin wird es in der viert höchsten deutschen Spielklasse für die sächsischen Eisenbahner nichts geschenkt geben. Dessen sind sich Alexander Hübner und seine Jungs bewusst. Und so machen sich die Elbestädter am morgigen Samstag auf den Weg ins Weimarer Land zum Aufeinandertreffen mit dem HSV Apolda, um ihr Vorhaben, die ersten beiden Pluspunkte in den Zielbahnhof einzufahren, entsprechend erfolgreich zu gestalten.

Der Aufsteiger aus der Thüringen-Liga hat indes einen besseren Saisonstart verbucht, als die Lok-Sieben. Gegen den Vorjahres-Zweiten HC Einheit Plauen holten die Glockenstädter ihre ersten beiden Zähler und sorgten auf fremden Parkett gleich zu Beginn dieser Spielzeit für eine kleine Überraschung. Doch dass jener Erfolg nicht ganz von ungefähr kommt, liegt wohl auch an den gezielten Verstärkungen im Kader der Thüringer. So stehen in den Reihen der Apoldaer beispielsweise Akteure, deren Namen auch in Pirna ein Begriff sind. Mit Michal Mrozek und Juraj Petko stießen zwei Spieler zur Mannschaft von Trainer Frank Ihl, die in der vergangenen Saison noch im Dress des Drittliga-Konkurrenten aus Bad Blankenburg auf Tore-Jagd gingen. Beide trugen am vergangenen Wochenende mit insgesamt elf Treffern maßgeblich zum 23:19-Auswärtserfolg in Plauen bei.

So ist man im Pirnaer Lager zwar gewarnt, doch müssen Torsten Schneider und Co. nicht in Ehrfurcht erstarren, sondern wollen ihr Schicksal und das Heft des Handelns selber in die Hand nehmen, um am Samstagabend die Platte als Sieger zu verlassen. "Uns muss es gelingen, über die gesamte Spieldauer eine konstant gute Leistung abzuliefern. In den ersten 45 Minuten gegen den TuS Radis war dabei schon viel Gutes zu sehen. Wir hatten eine gute Wurfausbeute und auch in schwierigen Unterzahlsituationen sind wir mit Köpfchen zum Erfolg gekommen", bilanziert Hübner die Auftaktpartie. "Wir wissen, wo wir ansetzen müssen", gibt sich auch Geschäftsführer Uwe Heller zuversichtlich.

Mit einer gesunden Portion Motivation machen sich die Pirnaer Ballwerfer auf zum ersten Auswärtsauftritt dieser Spielzeit. Mit zwei Plus-Punkten im Gepäck wäre die Heimreise sicherlich umso erfreulicher...