Spielbericht

Gebrauchter Tag für HSV Lok Pirna Dresden


Auch im sechsten Anlauf in der Ferne klappte es für die Handballer der HSV Lok Pirna Dresden nicht zwei Punkte auf die Heimreise mitzunehmen. Mit 33:28 (17:12) unterlagen die Eisenbahner der SG LVB Leipzig. Mit 11:13 Punkte stehen die Lok-Handballer nun auf dem 11. Tabellenplatz.

Mario Percin wehrte beim Stand von 0:0 den ersten Angriff der Leipziger ab. Da im Angriff allerdings von Beginn an nicht viel zusammen lief gingen trotzdem die Gastgeber als erstes in dieser Partie in Führung. Nach nur zwei gespielten Minuten dann der Schock für die Mannschaft und den mitgereisten Pirnaer Anhang. Torjäger Dusan Milicevic verletzte sich ohne gegnerische Einwirkung am Oberschenkel. Auch nach intensiver Behandlung konnte Dusan nicht weiter machen. Eine genaue Diagnose steht noch aus. Im weiteren Verlauf der Partie nahmen „Toto“ Schneider und Jiri Havlat die, für sie ungewohnte, Position auf der linken Außenbahn ein. „Es ist schwierig ohne Dusan das hat man heute gesehen, für Toto und Jiri Havlat ist es schwierig dort zu spielen.“ Sagte Trainer Petr Hazl auf der anschließenden Pressekonferenz.

Nach vier Minuten auf der Uhr war die Lok bereits mit drei Toren im Hintertreffen. Doch die Mannschaften blieb dran und erkämpfte sich im Angriff die Tore. So waren es Philipp Große und Christian Möbius, der im Angriff eine gute Leistung bot, die auf 4:2 (8.) verkürzten. Was in der Offensive gelang funktionierte in der Defensive nicht. In einigen Situationen fehlte es ohne Milicevic an der Abstimmung. Immer wieder erzielten die Leipziger leichte Tore, wodurch die Lok-Mannen nicht verkürzen konnten. Bis zum 8:6 in der 16. Spielminute blieb der Abstand aber konstant. Dann kam Hektik in die Partie. Das Schiedsrichtergespann Jäger/Thomas pfiff einen Lok Angriff ab. Daraufhin erzielten die Leipziger im Gegenstoß das Tor. Die Krux: Auch bei dieser Situation war ein Regelverstoß des Angreifers nicht ganz aus der Luft gegriffen. Mit Mario Percin, Jiri Havlat und Trainer Petr Hazl sahen gleich drei Lok-Akteure die gelbe Karte in Folge dieser Situation. In der Offensive verloren die Elbstädter den Faden und scheiterten zunehmend an der Deckung der Straßenbahner. So setzen sich die Gastgeber bis zum Pausenpfiff auf 17:12 ab.

„Wir haben die Chance vergeben näher ran zu kommen“. Mit dieser Aussage von Petr Hazl wäre die zweite Spielhälfte eigentlich bereits zusammengefasst. Den Kampf konnte man den Lok-Mannen nicht absprechen. Aber es sollte nicht der Tag der HSV Lok Pirna Dresden sein. In der Defensive fehlte in der einen oder anderen Situation die Aggressivität. Und mit den Kräften schwand am Ende auch Konzentration im Angriff. Wenn sich die Defensive einen Ball erkämpfte, oder Morten Michelsen, parierte wurden im Gegenzug einfache Fehler gemacht. Auch das Überzahlspiel konnte das Team in den seltensten Fällen nutzen und kam nie richtig wieder ins Spiel. Auch 13/7 Tore des stark kämpfenden Jiri Boucek konnten daran nichts ändern.

Der Leipziger Carlo Wittig sah nach einem Bodycheck gegen Jiri Boucek die rote Karte (45.) in den folgenden zwei Minuten waren es aber die dezimierten Gastgeber die zweimal einnetzten und den 5-Tore Abstand aufrecht erhielten. Nur 9 Minuten später musste der nächste Spieler der Straßenbahner vorzeitig das Spiel beenden. Bei einem schnell ausgeführten Anwurf setzte sich Philipp Große durch und wurde nur durch einen Griff in den Arm gestoppt.

Verkürzen konnten die Eisenbahner in der Folge nicht mehr und am Ende mussten sich Mannschaft und Fans mit einer 33:28 (17:12) Niederlage auf den Heimweg begeben. Trotz dieser Niederlage sind die Lok-Handballer mit 11 gesammelten Punkten im Soll!

Es heißt dieses Spiel schnell abzuhacken und die Heimstärke ausspielen. Am Samstag (19:30 Uhr) ist mit der MSG Gr.-Bieberau/Modau der aktuelle Tabellenneunte zu Gast auf dem Pirnaer Sonnenstein.

Lok: Percin (1. – 44.), Michelsen (45.-60.); Möbius (4), Havlat (2), Gaube (1), Boucek (13/7), Milicevic, Helbig, Ultsch, Große 3/2, Schneider 5/1, Hartmann