Spielbericht

Mini-Serie ausgebaut - Eisenbahner siegen gegen Plauen-Oberlosa
HSV Lok Pirna Dresden - SV 04 Plauen-Oberlosa 27 : 22 ( 11 : 9 )


Die Pirnaer Ballwerfer bleiben auch im dritten Spiel in Folge ungeschlagen. Gegen den starken Aufsteiger SV 04 Plauen-Oberlosa behielten die Elbestädter mit 27:22 die Oberhand und feierten mit ihren lautstarken Fans die Punkte Vier und Fünf auf dem Haben-Konto. Und auch Geschäftsführer Uwe Heller war nach sechzig ereignisreichen Handballminuten sichtlich angetan vom zweiten Heimsieg hintereinander: "Unsere Mannschaft wächst immer enger zusammen. Es tut gut zu sehen, wie sich die Jungs nach der vergangenen Spielzeit, die sowohl für unser erstes als auch unser zweites Team wie eine Seuchen-Saison verlief, nach und nach das Selbstvertrauen zurück erarbeiten und erspielen. Erfolgserlebnisse sind da freilich die beste Grundlage, um der Moral und dem Selbstbewusstsein auch einmal Flügel zu verleihen."

Dass es jedoch am Ende für das entsprechende Erfolgserlebnis gereicht hat, ist auch dem Durchhaltevermögen der Jungs von Lokführer Alexander Hübner zu verdanken. "Wir mussten auf unsere Chance warten und wussten, dass diese irgendwann kommen würde. Wir haben uns auch nicht aus der Ruhe bringen lassen, wenn einmal nicht alles nach Plan lief", nannte der Pirnaer Coach das Rezept für den zweiten Saisonsieg.

In der Tat: Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase kam der Aufsteiger aus der Spitzenstadt etwas besser in die Partie, war insbesondere über Denny Mertig auf Rechtsaußen erfolgreich. Nicht ganz zu Unrecht führten die Gäste Mitte der ersten Hälfte mit 5:7 (16.). Die sächsischen Eisenbahner hatten in dieser Phase nicht genug Kohlen im Kessel und agierten gerade im Angriff nicht zielstrebig genug. Nachdem der Zwei-Tore-Vorsprung der Gäste auch neun Minuten vor der Halbzeit-Sirene noch Bestand hatte, sah sich Alexander Hübner erstmals zum Handeln gezwungen. Die verordnete Auszeit nutzte der Pirnaer Coach, um die Vorgehensweise seines Teams neu zu justieren. Eine Umstellung in der Abwehr und konsequentere Chancenverwertung hinterließen bis zum Pausen-Pfiff ordentlich Eindruck bei den 04ern, die bis zum Ende der ersten Hälfte ohne eigenen Torerfolg blieben, während die Elbestädter mit vier Treffern am Stück die Weichen in die richtige Richtung stellten (11:9). Obwohl der Aufsteiger aus Plauen den ersten Treffer im zweiten Durchgang markierte (11:10, 31.) und in der Folge noch einmal bis auf zwei Tore aufschließen konnte (14:12, 36.) - waren jetzt endlich die Eisenbahner am Drücker und verschafften ihrem Vorhaben auf einen doppelten Punkt-Erfolg deutlich Ausdruck. Und so ist die Dramaturgie des zweiten Durchgangs rasch erzählt: In der Abwehr stabil und beweglich, im Angriff konzentriert und von der Strafwurf-Linie eiskalt, ließen sich die Pirnaer Ballwerfer die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Plauen-Oberlosa fehlten im zweiten Abschnitt zunehmend die Ideen, um die Heim-Sieben noch in arge Bedrängnis zu bringen. Der Vorsprung der Elbestädter, welchen Möbius, Gildemeister und Co. herauswarfen, schmolz in den verbleibenden Minuten auf nicht mehr als vier Treffer zusammen (24:20, 56.). So gab es in der verbleibenden Spielzeit letztlich keine Zweifel mehr am nächsten Heimerfolg der sächsischen Eisenbahner. "Als die Chance da war, waren wir zur Stelle und haben diese genutzt", konstatierte auch der Robert Schulze, Regisseur im Dress der Elbestädter, den am Ende verdienten Sieg. "In der Deckung haben wir Plauen das Leben schwer gemacht und haben uns dadurch viele Bälle erkämpft, die wir im Angriff dann mit aller Konsequenz verwertet haben." "Wir haben hart dafür gearbeitet, viel investiert und haben uns am Ende die Punkte redlich verdient", war das Pirnaer Trainer-Gespann Hübner/Milicevic erfreut über das nächste Erfolgserlebnis in der Mitteldeutschen Oberliga.

Mit einem ausgeglichenen Punktekonto nach fünf Spieltagen rangiert der Lok-Express nun vorerst auf dem sechsten Tabellen-Rang und dampft am kommenden Wochenende mit Respekt und einer gehörigen Portion Selbstvertrauen zum Derby nach Freiberg, bei welchem das Pirnaer Fanlager gewiss ebenso stimmgewaltig und lautstark für eine tolle Atmosphäre sorgen wird.

HSV LOK: Dietze, WeberSchneider (4), Möbius (6), Kovanovic (2), Milicevic (6/5), Gildemeister (4), Schulze (2), Ultsch (1), Meinelt, Hartmann (1), Gavrilovic (1)
Spielfilm: 2:1 (5.), 2:3 (9.), 5:5 (14.), 5:7 (16.), 7:9 (22.), 11:9 (HZ); 11:10 (31.), 14:10 (35.), 14:12 (36.), 17:13 (40.), 20:14 (45.), 22:16 (46.), 23:18 (51.), 24:20 (56.), 26:21 (57.), 27:22