Vorbericht

Lok dampft zum ersten "echten" Derby


Nach dem zuletzt erfolgreichen 5:1- Punkte-Lauf der Handballspielvereinigung Lok Pirna Dresden steht den sächsischen Eisenbahnern am morgigen Samstagabend mit dem ersten "echten" Derby im Freiberger Dachsbau ein besonderes Duell bevor. Die ambitionierten Bergstädter, die möglichst kurzfristig den Fahrstuhl eine Liga nach oben nehmen wollen, sind kein Gegner wie jeder andere. Das liegt in allererster Linie an der im Vergleich zu allen anderen Mannschaften unkonventionellen Spielweise des aktuellen Tabellen-Elften der Mitteldeutschen Oberliga. Doch inzwischen hat sich herum gesprochen, welche spielerischen Mittel die Dachse aus Freiberg unter der Regie von Trainer Andreas Bolomsky in die Waagschale werfen, um ihre Spiele für sich zu entscheiden. "Eine Wundertüte ist die HSG Freiberg für uns nicht mehr, wir wissen, was uns in der Ernst-Grube-Halle erwartet", weiß auch Geschäftsführer Uwe Heller das ein oder andere Rezept, um sich der offensiv und auf Ballgewinn aus orientierten Spielweise der Gastgeber zu erwehren. "Für uns wird es wichtig sein, dass wir uns von der Spielweise der Dachse nicht einschüchtern lassen, Ruhe bewahren, keine unnötigen Fouls begehen und technische Fehler vermeiden. Wenn wir dann wie zuletzt in Zwickau und daheim gegen Plauen-Oberlosa noch mit einer stabilen Deckung und guten Torhüter-Leistungen aufwarten können, lässt dies unsere Chancen freilich noch einmal steigen, etwas Zählbares aus Freiberg mit auf die Heimreise zu nehmen." So wird es ohne Frage sowohl auf die individuellen technischen und spielerischen Fertigkeiten jedes Einzelnen, als auch auf die mannschaftliche Geschlossenheit der Pirnaer Ballwerfer ankommen. "Jeder muss seine Fähigkeiten hundertprozentig in den Dienst des Teams stellen. Wir müssen als Mannschaft funktionieren und die Erfolgserlebnisse der letzten Spiele als Motivation mit in die Partie gegen die HSG nehmen", gibt der Pirnaer Spielgestalter Robert Schulze klar die Richtung vor.

Das Lok-Trainer-Dou Hübner/Milicevic wird ein passendes Rezept in der Schublade haben, um im ersten Aufeinandertreffen der Elbestädter mit der HSG Freiberg seit dem 11.11.2006 das Bestmögliche herauszuholen. Genau wie vor knapp neun Jahren, als die sächsischen Eisenbahner mit einem 35:33-Sieg die Heimreise mit zwei Zählern im Gepäck antraten, wird die Zuschauer und Fans im hoffentlich ausverkauftem Freiberger Dachsbau sicher eine ähnlich spannende und torreiche Partie erwarten. Mittendrin, statt nur dabei und insbesondere in den Aufeinandertreffen mit den unmittelbaren Derby-Kontrahenten wird dieses Mal auch wieder eine Schar rotgekleideter Pirnaer Schlachtenbummler sein, die bunt, lautstark und fair ihr Team unterstützt und für eine prima Handball-Atmosphäre sorgen wird. Ganz klar: Ob der Ergebnisse der letzten drei Partien befinden sich die Eisenbahner im Aufwind, haben aber bei weitem nicht den Druck wie die HSG Freiberg, die in dieser Saison gern eine gewichtige Rolle mitspielen möchten, wenn es um die Krone der Mitteldeutschen Liga geht. Doch dafür haben die Ergebnisse in den ersten fünf Partien noch nicht so recht gestimmt. So werden die Bergstädter ohne Wenn und Aber alles dafür tun und die Punkte gern in eigener Halle behalten wollen.

Für Spannung, tolle Atmosphäre und viele Tore ist also gesorgt.
Auf geeeht´s Pirna - Gemeinsam mit Rückenwind ins Derby!!!

In eigener Sache:
Dass so viele Pirnaer Fans wie möglich zu einer tollen Handball-Stimmung in der Ernst-Grube-Halle beitragen können und der Verkauf der Tickets in Pirna an die Treuesten der Treuen in Eigenregie der Elbestädter erfolgen konnte, ist nicht ganz selbstverständlich. Aus diesem Grund sei hier noch einmal ein großes Dankeschön an Herrn Klaus Stürzebecher ausgesprochen, mit dem hinsichtlich der reibungslosen Organisation und dem Verkauf der Tickets eine prima Zusammenarbeit erfolgte.