Spielbericht

Lok dampft auf 3. Tabellenplatz
HSV Lok Pirna Dresden – HC Glauchau/Meerane 28:25


Jiri Boucek hat sein Versprechen wahr gemacht. „Mein Besuch und das Daumendrücken gilt natürlich meinen alten Kollegen.“ machte der Ex-Pirnaer vor dem Anpfiff klar. „Meine Stippvisite auf dem Sonnenstein gilt aber auch den Gästen.“ Bei den Westsachsen stehen mit Ludek und David.Kyliskek zwei Spieler im Aufgebot, die mit Jiri Boucek in Lovosice das Handball - ABC erlernt haben.

Die Gastgeber hatten nach dem ersten Auswärtserfolg seit anderthalb Jahren und einem Lauf von 7:1 Zählern Lust auf mehr. Am Ende der sechzig Minuten leuchtete für die sächsischen Eisenbahner ein 28:25 auf der Anzeigentafel. „Der Weg dahin war schwer“ wischte sich Lok Trainer Alexander Hübner nach dem Abpfiff einige Schweißtropfen von der Stirn „Wir haben, trotz des Erfolges auch einige Ding falsch gemacht. Wir wollten eigentlich David Kylisek und Rostislav Bruna aus dem Spiel nehmen. Das ist uns nicht so richtig gelungen“ Was Pirna in der Abwehr vielleicht falsch machte, machte es im Angriff umso richtiger. HC Schlussmann Ludek Kylisek flogen die Geschosse von Christian Möbius, Robert Schulze und „Toto“ Schneider nur so um die Ohren. „Das hat richtig Spaß gemacht.“ Torsten Schneider war nach Abpfiff happy,weil im zweiten Durchgang fast jeder Wurf den Weg ins Ziel fand. Gegen den Vorjahresdritten wurde allgemein ein Spiel auf Augenhöhe erwartet. Die Motivation für die Westsachsen, für die in ihren Auswärtsauftritten bisher eine Niederlage in Aschersleben und ein Remis in Hermsdorf zu Buche standen, war nicht nur auf dem Parkett vorhanden. Franz Schmidt, der am Spieltag seinen 26. Geburtstag feierte, stellte bei einem Erfolg auf dem Sonnenstein einen zusätzlichen Kasten Bier in Aussicht. Das der Glauchauer Linksaußen das Geld für einen anderen Zweck verwenden kann, lag vor allem am nach dem Wechsel wieder großartig auftrumpfenden Gastgeber.

In der ersten Spielhälfte war es ein „Bäumchen Wechsel dich Spiel“ mit ständiger Zweitore Führung. Erst hieß es 4:2 (10.min.) und 6:4 (18.min.) für die Lok. Dann fand Glauchau beim 6:8 (20.min) besser in die Partie. „Richtig absetzen konnten wir uns erst direkt nach der Pause.“ freute sich Alex Hübner über den energischen Zwischenspurt. Die Lok dampfte vom Halbzeit 12:12 zum 18:14 (38.min) Eng wurde es für die Eisenbahner noch einmal als Rostislav Bruna zehn Minuten vor Spielende auf 23:22 verkürzte. „Wir haben zu viel ausgelassen.“ beklagte HC Trainer Vasile Sajenev die mangelnde Durchschlagskraft im Angriff. Nur 17 Abschlüsse in der zweiten Halbzeit.“ Die Gäste bleiben immer wieder in der gut organisierten Lok Abwehr hängen. Und außerdem stand da noch ein Martin Dietze zwischen den Pfosten, der die Westsachsen vor allem bei den Strafwürfen sprichwörtlich in den Wahnsinn trieb. Glauchau brachte von neun Strafwürfen nur drei im Pirnaer Kasten unter. „Ich gebe mir Mühe“ übte sich der Martin Dietze in Bescheidenheit. Mit einer Quote von 43 Prozent gehaltenen Bällen war er der große Rückhalt für das weiter anhaltende Lok-Hoch.

Die Schlussphase gehörte den Gastgebern. Robert Schulze und „Toto“ Schneider, mit seinem zehnten Treffer, stellten die Weichen für die Lok endgültig auf Sieg. Nach diesem Erfolg ist Pirna hinter den punktgleichen Tabellenführern Radis und Apolda (12:2 Zähler) mit 9:5 Punkten Tabellendritter.

Lok: Dietze, Weber, Kovanovic, Möbius 3, Dressler, Maixner, Milicevic 2/1,Ultsch, Meinelt, Schneider 10, Hartmann, Schulze 6, Gildemeister 2, Gavrilovic -/5