Spielbericht

Weber hält den Sieg fest
TSG Calbe - HSV Lok Pirna Dresden 24:25


Der Höhenflug des HSV Lok Pirna Dresden geht weiter. Nach dem 25:24 Erfolg beim Tabellenletzten in Calbe bauten die sächsischen Eisenbahner ihre Serie auf 11:1 Zähler aus. Was beim Pausen 15:12 für die Sachsen noch nach einen gemütlichen Samstagsausflug ins Land der Frühaufsteher aussah, entwickelte sich im zweiten Durchgang zu einem echten Handballkrimi. Nick Weber verhinderte drei Sekunden vor dem Schlusspfiff mit einem tollen Reflex den Ausgleich des Aufsteigers. „Eine gute Mannschaft gewinnt auch wenn sie schlecht spielt.“ wies Dusan Milicevic in seiner kurzen Spielanalyse auf die gewachsenen Charakterstärke im Team hin. „Ich kann Dusan da nur zustimmen.“ pflichtete Uwe Heller bei. „Früher sind wir oft mit gesenkten Kopf in die Auswärtspartien gegangen. Heute steigt jeder Spieler mit breiter Brust in den Mannschaftsbus.“

Nach ausgeglichener Anfangsviertelstunde (6:6 15.min.) konnten sich die Lok in der Folgezeit etwas absetzen. Robert Schulze scheint dabei seine Rolle als Regisseur immer besser anzunehmen. „Ich will ihn jetzt nicht gleich mit Jirti Boucek vergleichen. Aber lass da noch mal ein paar Jahre ins Land gehen.“ Uwe Heller sieht sich mit der Verpflichtung des achtfachen Torschützen bestätigt. Der Ex- Cottbuser sorgte mit drei Treffern in Folge für die 10:7 Führung der Gäste. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass da einige schon im Gedanken beim Loktoberfest waren.“ wunderte sich Alexander Hübner nach der Pause über das plötzliche Tief in seiner Mannschaft. „Wir haben Calbe mit unsere Leistung regelrecht eingeladen und wieder zurück in die Partie gebracht.“ Die Gäste schloss ihre Angriffe zu hastig und oft auch unmotiviert ab. Calbe, mit den 300 Zuschauern in der Hegerlandhalle im Rücken, startete eine furiose Aufholjagd. „Wir hatten beim 14:10 im ersten Durchgang die Chance den Deckel drauf zu machen. Das haben wir verpasst.“ Alexander Hübner beschlich ein mulmiges Gefühl, als Christian Hübner in Unterzahl den 19:19 Ausgleich für Calbe warf. „Da ist sofort die Halle wieder da und Calbe hat spielerische Defizite mit viel Leidenschaft wett gemacht.“ Die Partie war vom Ausgleich bis zur letzten Sekunde der sprichwörtliche Tanz auf der Rasierklinge für beide Teams. Das sich der Aufsteiger, wie schon in der Vorwoche drei Sekunden vor dem Abpfiff wieder nicht für sein engagiertes Auftreten belohnen konnte, lag weniger am Willen des ehemaligen DDR-Meisters im Feldhandball (1952/53), sondern an Lok Schlussmann Nick Weber. Der wollte sich nach einem Fehlabwurf mit anschließenden Gegentreffer am liebsten unter dem Parkett verkriechen.. „Ich freue mich für Nick. Er kam ja zuletzt nur schwer an Martin Dietze vorbei. Heute hat er vor allem in der Schlussphase mit seinem Paraden die Mannschaft im Spiel gehalten.“ Das Lob von Uwe Heller hatte sich Nick Weber redlich verdient. Erst recht, als er drei Sekunden vor dem Abpfiff das Freiwurfgeschoss von Sowa über die Latte lenkte und den knappen Erfolg festhielt.. In der Liga hat sich Radis (14:2 Zähler) nach dem 38:37 in Köthen die alleinige Tabellenspitze gesichert. Pirna liegt hinter Apolda (12:4 Zähler) mit 11:5 Zählern auf dem dritten Platz und trifft in 14 Tagen auf dem Sonnenstein auf Staßfurt.

Lok: Weber, Dietze, Schneider 3, Möbius 4, Dietze, Kovanovic 2, Milicevic 2/2, Gildemeister 3/2, Schulze 8, Ultsch 2, Meinelt, Hasrtmann1, Maixner, Dressler