Spielbericht

So ein Tag, so wunderschön wie heute...
HC Aschersleben Alligators gegen HSV Lok Pirna Dresden 16 : 31 ( 7 : 14 )


... der dürfte nie vergehen! Noch nie haben die Ballwerfer der Handballspielvereinigung das Parkett der Ballhaus-Arena in Aschersleben als Sieger verlassen. Doch am 10. Spieltag der Mitteldeutschen Oberliga war es soweit. Im insgesamt vierten Anlauf schafften die Eisenbahner auf eindrucksvolle Weise den ersten doppelten Punkterfolg bei den Ascherslebener Alligators. Mit einem grandiosen 31:16-Auswärtserfolg fegten Torsten Schneider und seine Teamkameraden die am Ende zahnlosen Alligatoren vom eigenen Parkett und beißen sich damit in der Spitzengruppe der Mitteldeutschen Oberliga fest.

Mannschaftliche Geschlossenheit und der unbedingte Siegeswille - das waren die Schlüssel zum Erfolg. "Bei so einer tollen Leistung aller mag man gar keinen Spieler so recht heraus heben wollen", weiß auch Geschäftsführer Uwe Heller mit einem süffisanten Lächeln zu berichten. Und damit hat Heller recht. Die Lok-Abwehr stand von der ersten bis zur letzten Spielminute wie ein Bollwerk, Nick Weber zwischen den Pfosten hielt sensationell und im Angriff ließen es die Eisenbahner kräftig krachen. Keine Frage: Die Handballer aus der Elbestadt führten von der ersten bis zur letzten Minute und gewannen auf eindrucksvolle Art und Weise hochverdient die Partie beim Tabellen-Achten der Liga. Und so durften sich auch die "Väter des Erfolgs" ein freudiges Lächeln gönnen. Das Lok-Trainer-Dou Alexander Hübner und Dusan Milicevic war sehr zufrieden mit dem Auftreten der Jungs: "Über die Höhe des Sieges sind auch wir vielleicht etwas überrascht. Doch ging unser Matchplan heute vollends auf und wir haben uns diesen tollen Erfolg von der ersten bis zur letzten Minute verdient", gaben die Beiden nach der Schluss-Sirene zu bekennen.

Zielgerichtet und unmissverständlich nahmen Robert Schulze und Co. das Heft vom Anpfiff an in die Hand. So drückten die Lok-Mannen der Partie von Anbeginn ihren Stempel auf und das Spiel von nahm einen Lauf, den sich möglicherweise auch die kühnsten Optimisten nicht hätten ausmalen können. Die Lok-Buben waren zu allem bereit, legten los wie die Feuerwehr und brannten über sechzig Minuten ein regelrechtes Feuerwerk ab. Beweglich in der Abwehr und reaktionsschnell im Angriff. Egal, zu welchen Mitteln die Gastgeber aus Aschersleben auch griffen, die sächsischen Eisenbahner hatten immer die richtige Antwort parat. Auch in der hektischen Phase kurz vor der Halbzeitpause behielten die Elbestädter kühlen Kopf und warfen sich bereits nach den ersten dreißig Minuten aussichtsreich in Front (14:7). Wer im Ballhaus zu Aschersleben jetzt noch an eine Wende glaubte, dem erteilten die Sachsen gleich nach Wiederanpfiff jäh eine Abfuhr - Die Lok dampfte auch im zweiten Durchgang mit Volldampf Richtung Auswärtserfolg. Ganz besonders freute Uwe Heller, dass auch die Spieler mit bisher weniger Einsatzzeiten ihren Anteil am gemeinsamen Erfolg beitrugen. Sven Dietze rührte mit seinen Teamkollegen in der Abwehr weiterhin Beton an und im Angriff wussten Hannes Maixner und Franz Meinelt mit tollen Anspielen und Toren zu gefallen.

Die Eisenbahner hatten weiterhin alles im Griff. Bei den Alligators lief fast nichts, bei den Pirnaern fast alles. Beleg für das weiterhin gewachsene Selbstbewusstsein der Pirnaer war unter anderem der Treffer zum 24:12 von Christian Möbius, der sich aus 13 Metern ein Herz fasste und die Harzkugel mit Urgewalt in den Maschen der Gastgeber versenkte. Der Sieger der Partie stand allerspätestens Mitte der zweiten Hälfte felsenfest. Die Schluss-Sirene im Ballhaus zu Aschersleben ertönte dann schließlich beim Stand von 31:16 für die Lok-Mannen. Ganz klar - ein toller Erfolg für das gesamte Lok-Team, das sich während der ganzen sechzig Zeigerumdrehungen zu keiner Zeit aus dem Konzept bringen ließ. "Die Jungs dürfen heute zu Recht ausgelassen feiern", sieht auch Alexander Hübner allen Grund zur Freude.

Acht Spiele in Serie ungeschlagen, 14:2 Punkte am Stück - Eine wunderbare Momentaufnahme für alle, die es mit den Eisenbahnern halten. Und so wollen die Elbestädter auch im letzten Heimspiel des Jahres am kommenden Samstag gegen die HG Köthen in der Erfolgsspur bleiben.

Nach der ausgelassenen Freude kommt wieder die harte Arbeit, um für den nächsten Gegner gewappnet zu sein. Auch gegen Köthen wollen die sächsischen Eisenbahner ihre Serie ausbauen und ihren treuen Fans zwei vorweihnachtliche Punkte unter den Tannenbaum legen.

HSV Lok: Weber, Dietze, M., Dietze S., Schneider (7), Ultsch, Maixner (1), Gildemeister (2), Milicevic (3/1), Kovanovic (6), Hartmann (3), Philippi, Möbius (5), Schulze (2), Meinelt (2)
Spielfilm: 1:0 (1.), 4:0 (5.), 6:1 (9.), 9:2 (17.), 12:3 (23.), 12:6 (28.), 14:7 (HZ); 16:7 (34.), 18:8 (37.), 20:9 (40.), 22:10 (43.), 24:11 (49.), 25:14 (53.), 30:14 (58.), 31:15 (59.), 31:16