Spielbericht

Heimserie endet gegen Groß Bieberau


Nach sechs ungeschlagenen Partien in heimischer Halle ist es passiert. Am Samstagabend waren es nicht die Pirnaer die in der Sonnensteinarena jubelten. Die HSV Lok Pirna Dresden verlor mit 23:26 gegen die MSG Groß Bieberau/Modau. Mit Dietze, Düsel, Gildermeister und Scholz standen gleich vier Akteure der zweiten Mannschaft im Kader um die Personalsorgen zu entspannen. Trotzdem konnte das Team von Trainer Petr Hazl die Ausfälle von Dusan Milicevic, Philipp Große und Mario Percin nicht kompensieren.

Zu Beginn der Begegnung herrschte gute Stimmung in der Arena auf dem Pirnaer Sonnenstein. Die Zuschauer unterstützte, das vom Verletzungspech gebeutelte Team. Durch Jiri Boucek und Torsten Schneider, der über weite Strecken des Spiels auf der linken Außenbahn die Milicevic-Position besetzte, ging die Lok mit 2:0 (6.)in Führung. Morten Michelsen im Kasten der Eisenbahner war von Beginn an hellwach und parierte gut. Das Fehlen von Dusan Milicevic zeigte sich in der ersten Spielhälfte vor allem von der 7-Meter Linie. Mit „Toto“ Schneider, Christian Möbius und Spielmacher Jiri Boucek scheiterten gleich drei Lok-Akteure am Schlussmann der Gäste. Aber auch die Hessen scheiterten per Strafwurf an Morten Michelsen. So hielt sich die Partie in der ersten Spielhälfte die Waage. Zur Halbzeitpause stand 11:12 zu Gunsten der Odenwälder auf der Anzeigetafel.

Die MSG Groß Bieberau/Modau startete besser in die zweite Hälfte. Michael Malik erzielte nach Wiederanpfiff zwei Treffer für die Gäste und erstmals konnten sich die Hessen in dieser Partie absetzen (11:14 33.) Die Eisenbahner verloren vor allem im Angriff den Faden. So legte Trainer Petr Hazl beim Stand von 12:16 die grüne Karte und instruierte seine Mannschaft neu. Besonders bei Regisseur Jiri Boucek schien die Auszeit gefruchtet zu haben. Der Tscheche steuerte in den folgenden 120 Sekunden drei Treffer zum Torekonto bei und brachte sein Team wieder ins Spiel (15:16. 40.) Als „Toto“ Schneider in der 53. Spielminute auf 21:22 verkürzte waren die zwei Punkte in dieser Partie noch nicht vergeben. Nach dem folgenden Team-Timeout der Gäste verlor vor allem der Angriff der Elbstädter an Sicherheit. Technische Fehler und Abspielfehler sorgten für drei Gegentreffer in Folge (21:25 57.) und entschieden das Spiel. Am Ende hieß es 23:26 für die MSG Groß Biebrau/Modau und den Mannen aus Pirna blieb nur die Erkenntnis das in diesem Spiel mehr drin war. „Sehr ärgerlich. Wir konnten die Ausfälle am Ende einfach nicht mehr kompensieren“ stellte Uwe Heller nach dem Spiel enttäuscht fest.

Nun heißt es ohne größeren Schiffbruch zu erleiden die Winterpause zu erreichen. Milicevic, Große und Percin werden die weite Reise nach Hessen, wenn das Team kommende Woche (Sonntag 17 Uhr) auf den TV Kirchzell trifft, nicht antreten können.

Lok: Michelsen (1.-60.), Dietze ; Düsel, Möbius (1), Gildermeister (1), Havlat (4), Gaube (2), Boucek (8/2), Helbig (3), Ultsch, Schneider (4/1), Hartmann, Scholz