Vorbericht

Lok-Buben möchten Revanche für die Hinspiel-Niederlage


Es war ein denkbar schlechter Aufbruch ins Abenteuer Mitteldeutsche Oberliga, den die Handballspielvereinigung Lok Pirna Dresden in ihrem ersten Jahr in der viert höchsten deutschen Spielklasse hinlegte. Die 24:22-Niederlage am zweiten Spieltag beim HSV Apolda besiegelte den Fehlstart der Lok-Jungs und war zugleich die Initialzündung für eine beispiellose Serie, welche die Eisenbahner im Anschluss aufs Parkett legten.

Ganz anders erging es dem Aufsteiger aus der Thüringenliga. Der HSV Apolda startete furios in die Saison. Mit fünf Siegen und zwei Unentschieden setzte sich das Team von HSV-Trainer Frank Ihl bis Mitte der ersten Halbserie in der Spitzengruppe der Tabelle fest, ehe die Thüringer am achten Spieltag das erste Mal beide Zähler liegen ließen. In der Adventszeit dann sorgte eine Niederlagen-Serie von vier Partien in Folge dafür, dass die Ihl-Sieben in der Tabelle abrutschte. Nach der herben Heimpleite gegen Hermsdorf (27:34) zum Auftakt des neuen Jahres konnten Apoldaer den Negativtrend am vergangenen Wochenende mit einem 33:28-Erfolg gegen den HC Einheit Plauen vorerst stoppen.

Den Ausbau der Pirnaer Serie hingegen verhinderten am vergangenen Samstag Wetterkapriolen und eine Bus-Panne. Das Spitzenspiel gegen den TuS Radis musste daraufhin abgesagt werden. Doch all dies spielt aktuell weder in Hellers, noch in den Köpfen der Pirnaer Ballwerfer eine gewichtige Rolle. "Wir haben am kommenden Samstag eine hohe Hürde vor der Brust und wollen uns freilich für die Hinspiel-Niederlage revanchieren", gibt das Lok-Trainer-Dou Hübner und Milicevic klar die Marschrichtung vor. "Die Partie in Apolda haben wir mit den vielen liegen gelassenen Möglichkeiten im Angriff verloren", erinnert sich Hübner. Doch seit der Partie in Thüringen hat sich einiges bewegt bei den Handballern aus der Elbestadt.

So lassen sich ganz aktuell Parallelen zum Abschneiden der deutschen Handball-Nationalmannschaft ziehen, wenn man betrachtet, was Teamgeist, Zusammenhalt, ein gutes Trainergespann und ein ertragreiches Gesamtkonzept alles ausmachen können. Genauso wie das Nationalteam, so starteten die sächsischen Eisenbahner mit vielen neuen Spielern ins Ungewisse. Nach und nach allerdings haben beide Teams die Fähigkeiten entdeckt, die sie bis an die Tabellenspitze bzw. in den Kampf um die EM-Medaillen gebracht haben. Mit dem Wissen um ihre Fertigkeiten und dem gewachsenen Selbstbewusstsein werden beiden Teams auch in ihre kommenden Aufgaben gehen - Für die Pirnaer Ballwerfer heißt dies nach dem Spielausfall in der vergangenen Woche nun wieder voll fokussiert zu sein auf den HSV Apolda, der mit Michal Mrozek und Juraj Petko reichlich Erfahrung aus der dritten Liga mitbringt.

"Wir wollen gewinnen und unseren zahlreichen Fans einen weiteren Sieg schenken", beschwingt sich Mannschaftskapitän Torsten Schneider. So hofft auch er, wie schon gegen den HC Einheit Plauen, auf eine rappelvolle Sonnenstein-Arena und eine tolle Handball-Atmosphäre in der "Hölle-Ost".
Gemeinsam Feuer und Flamme für den nächsten Erfolg - Auf geeeht´s Pirna!!!