Spielbericht

Lok dampft zum 10. Saisonsieg
HSV Lok Pirna Dresden - HC Grubenlampe Zwickau 34:25


Die Handballer des HSV Lok Pirna Dresden brauchten am vergangenen Samstag nicht lange suchen um einen Grund zum Feiern zu finden. „Da gab es gleich mehrere.“ hatte Torsten Schneider schnell eine Antwort parat. Der zehnte Saisonsieg, der auch gleichzeitig der höchste war, sowie der Geburtstag von „Toto“ Schneider waren für die sächsischen Eisenbahner Grund genug gleich nach dem Schlusspfiff in den Feiermodus überzugehen. „Mein Geburtstag liegt zwar schon einen Woche zurück“ gestand Torsten Schneider. „Nach einem Erfolg feierte es sich bekanntlich besser als nach der 26:28 Niederlage beim HC Burgenland.“ Und damit das Bier in der Lok Kabine nicht ausgeht gab es ja auch den Treffer zum 30:22 durch Robert Schulze. „Da schauen meine Mitspieler schon mal kurz auf die Anzeigentafel. damit der beim dreißigsten Treffer fällige Kasten ja nicht in Vergessenheit gerät.“ Die beiden Rückraumspieler des HSV Lok machten den Zwickauer Schlussmännern Josef Pour und Keisuke Inamoto ihr Torhüterleben so richtig schwer.

Mit insgesamt 16 Treffern brachten es Robert Schulze und „Toto“ Schneider auf fast die Hälfte aller Pirnaer Tore. „Wer die Dinger macht ist letztendlich egal. Hauptsache es sind heute wieder einmal über dreißig geworden.“ freute sich Dusan Milicevic über das deutliche Resultat. Der Pirnaer Trainer sprach von einer geschlossenen Mannschaftsleistung aus der er keinen Spieler herausheben wollte. Deutlicher in seiner Analyse wurde da Zwickaus Trainer Jiri Tancos. „Am verdienten Erfolg von Pirna gibt es überhaupt keinen Zweifel. Unsere beiden Schlussmänner hielten aber heute weit unter Normalform“ Die Reaktion von Jiri Tancos auf der ZHC Bank sprach Bände. Während der Tscheche bei den Gegentreffern öfter die Hände über den Kopf zusammenschlug, zollte Uwe Heller auf der Gegenseite Martin Dietze und Nick Weber reichlich Beifall. “ Den hält er.“ so die lakonische Bemerkung als Ondrej Masak zum Strafwurf antrat, Und als ob Nick Weber die Worte seines Geschäftsführers gehört hatte, parierte er diesen Strafwurf. Entschieden war die Partie allerdings schon weit vor dieser Aktion. Nach einer Viertelstunde traf Srdjan Gavrilovic zum10:6. Gavrilovic, der von seine Mitspielern wegen des etwas schwierig auszusprechenden Vornamens nur „Hans“ gerufen wird, ist der Spieler der gern auch mal einen Treffer für die Galerie erzielt. Sein vierter Treffer zum 23:15 (40.min) war so einer, als er den Ball aus unmöglichen Winkel noch an Jiri Pour vorbei mogelte. Auch die Manndeckung gegen „Toto“ Schneider und Robert Schulze änderte am Spielverlauf nichts. Alexander Hübner musste in dieser Partie nur einmal den grünen Karton bemühen. Und das relativ zeitig. „Ondrej Masak (7 Treffer) hatte mir da zu viel Freiheiten.“ Insgesamt fühlten sich die 300 Zuschauer auf dem Sonnenstein mit insgesamt fast 60 Treffern gut unterhalten. Zum Derby in 14 Tagen gegen Freiberg dürfen sich alle Fans auf ein ganz besonderes Highlight des Pirnaer Fanprojekts freuen.

In der Tabelle gab es nach diesem Spieltag wenig Veränderungen, da sich die Spitzenteams keine Blöße gaben. Der Tabellendritte Köthen setzte sich mit 27:21 deutlich gegen Glauchau/Meerane durch. Apolda schlug den HC Burgenland 31:30. Tabellenführer Radis gewann Anhalt Derby in Staßfurt hauchdünn mit 30:29. Über 1000 Zuschauer sahen das Plauener Stadtderby zwischen dem HC Einheit und Plauen Oberlosa. Dort war Loks nächster Gegner Plauen-Oberlosa mit 24:21 erfolgreich.

Lok: Dietze, Weber, Milicevic 4/3, Gildemeister 2, Schneider 8, Meinelt 1, Schulze 8, Kovanovic2, Möbius 2, Maixner, Gavrilovic 4, Dietze, Philippi, Ultsch 3