Spielbericht

Der Dampf ist raus
SV 04 Plauen-Oberlosa – HSV Lok Pirna Dresden 26:20


Die Handballer des HSV Lok Pirna Dresden konnten auch ihr zweites Rückrundenspiel gegen einen Aufsteiger nicht gewinnen. Nach dem Remis gegen Apolda gab es gegen den SV Oberlosa-Plauen einen 26:20 Dämpfer für die sächsischen Eisenbahner.

„Wir haben heute nie so richtig in die Spur gefunden. Ich glaube es war eines unserer schlechtesten Saisonspiele. Der Sieg für Plauen geht auch in dieser Höhe vollkommen in Ordnung.“ sieht Uwe Heller seine Mannschaft nach dem Höhenflug wieder auf den Boden der Tatsachen angekommen. „Und die sprechen vor allem in den letzten drei Partien eine deutliche Sprache.“ so der Lok Geschäftsführer mit Blick auf 2:4 Zähler aus den Spielen gegen Burgenland, Zwickau und Plauen. Damit ist der Kontakt der Eisenbahner zu Tabellenführer Radis erst einmal abgerissen. „Wir müssen uns jetzt mehr in eine andere Richtung orientieren und die heißt: Wer kommt denn da von hinten noch alles.“ verwies Uwe Heller mit Blick auf die Tabelle. Im Vorfeld der Partie sprach man in der Vogtland Metropole nur über Außenseiterchancen gegen Pirna. Uwe Heller hatte die Chancen auf 50:50 bezifferte. „Plauen befindet sich nach dem Sieg gegen Hermsdorf und vor allem nach dem Erfolg im Stadtderby vor 1200 Zuschauern gegen Lokalrivalen Einheit eindeutig im Aufwind. Wir müssen vor allem auf fremden Parkett erst wieder Fahrt aufnehmen.“

Vor 650 Zuschauern in der Helbig-Halle gelang den Gästen vor allem in Angriff herzlich wenig. „26 Gegentore, damit kann man leben. Wenn man aber im Schnitt nur aller drei Minuten trifft, ist das eine unterirdische Quote.“ stellte Lok Geschäftsführer Heller fest. Die Gäste fanden kein probates Mittel um Außen Danny Mertig (7 Treffer) und Kreisläufer Jakub Kolomaznik (5 Treffer) auszuschalten. „Am Kampf und der Einstellung hat es nicht gelegen. Wir haben die vorgegebene Linie nur in Ansätzen während der sechzig Minuten umgesetzt:“ äußerte sich Alexander Hübner zur Leistung seiner Mannschaft. Auf der Gegenseite durfte sich SV Manager Rico Michel über 6:0 Zähler für den Aufsteiger aus den letzten drei Partien freuen. „Die Mannschaft hat gegen Pirna die Angriffsleistung aus dem Hermsdorf-Spiel und die Abwehrleistung aus dem Stadtderby hervorragend umgesetzt und verdient die zwei Zähler in der Helbig-Halle behalten.“

In der Tabelle ist Köthen (24:12 Zähler) nach dem 29:22 Erfolg in Calbe nach Pluspunkten an Pirna (23:11 Zähler) vorbeigezogen. Tabellenführer Radis (26:8 Zähler) überrollte den HC Burgenland mit 42:27. Das Nachholspiel gegen TUS Radis wurde auf den 24.03., 20.00 Uhr in Gräfenhainichen neu angesetzt. Vorher wollen die Pirnaer Handballfans am kommenden Samstag mit ihrer Choreographie „Feuer und Flamme“ im Derby gegen Freiberg für richtige Stimmung auf den Rängen sorgen. Bleibt zu hoffen, dass sich das auch auf die Mannschaft überträgt.