Vorbericht

Feuer und Flamme für Pirna
Mit Kampf und Leidenschaft zurück in die Erfolgsspur


Ein wenig bedröppelt saßen am vergangenen Samstagabend die dreißig mitgereisten Anhänger der Pirnaer Ballwerfer auf der Tribüne der Plauener Kurt-Helbig-Helbig Sporthalle – Alles Anfeuern half nichts – Ihr Team hatte gegen den starken Aufsteiger aus Oberlosa verdient mit 20:26 den Kürzeren gezogen. So kassierten die Eisenbahner die zweite Auswärtsniederlage in Folge und müssen 3:5-Punkten im Jahr 2016 den Kontakt zu Spitzenreiter Radis vorerst abreißen lassen.

Auch Lok-Trainer Alexander Hübner war ob des Auftritts seiner Jungs nicht begeistert und ordnete den Misserfolg ganz klar ein: „Wir haben keine Mittel gegen unseren Gegner gefunden und haben folgerichtig verloren.“

Die Niederlage gegen die Spitzenstädter hatte unterdes viele Faktoren, die in ihrem Zusammentreffen hätten keinen anderen Spielausgang zulassen können. Beileibe nicht spielentscheidend, doch ebenso wenig unerwähnt möge da die Leistung der beiden jungen Magdeburger Unparteiischen sein. Die Anmerkung eines Plauener Spielers „Wir können heute wahrscheinlich noch Stunden spielen, mit diesen Schiedsrichtern wird sich am Ausgang der Partie wohl nichts mehr ändern“, so seine Aussage bezeichnend. Doch dies war nicht die ausschlaggebende Ursache, welche Geschäftsführer Uwe Heller kurzfristig die Zornesröte ins Gesicht trieb. Nachdem auch er sein Gemüt nach der Niederlage hat abkühlen lassen können, fand Heller zusammenfassend die richtigen Worte: „Dass der Höhenflug, der seit dem dritten Spieltag anhielt, nicht bis zum Saisonende halten würde - davon konnte man ausgehen. Deswegen ist, trotz der deutlichen Pleite, nichts Ungewöhnliches eingetreten. Die Mannschaft hat nicht gut gespielt und deshalb verdient verloren. Der Prozess eine Spitzenmannschaft zu werden und zu sein dauert, mit Blick auf die Umstrukturierungen zu Beginn der Saison, freilich länger und so erklären sich dann auch Leistungsschwankungen, die während einer Spielzeit einfach dazu gehören. Diese tolle Mannschaft hat Ihren Fans über einen langen Zeitraum so viel Freude bereitet und das Publikum für den Pirnaer Handball wieder begeistert. Die klare Niederlage in Plauen ändert auch daran nichts“, blickt Heller bereits voller Vorfreude auf das Derby gegen die Dachse aus Freiberg am kommenden Samstag. Warum?

Weil sich die Pirnaer Fanszene für diesen Spieltag etwas ganz besonderes und einzigartiges ausgedacht hat, um ihre Verbundenheit und Begeisterung für die Eisenbahner und den Handball in Pirna zum Ausdruck zu bringen. So wird die „Hölle-Ost“ auch am 27.02.2016 mehr als nur gut gefüllt sein. Unter dem Motto „Feuer und Flamme für den Pirnaer Handball“ will das Fanprojekt Hölle-Ost eine in dieser Form noch nicht dagewesene Choreografie präsentieren, bei der alle Hände des Publikums gebraucht werden. Thorsten Leukroth, Christian Friedrich und Tom Reiche vom Fanprojekt indes versuchen die Nervosität vor dem Gelingen der Aktion in pure Vorfreude umzumünzen. „Viele Tropfen Schweiß, unzählige Meter Folie und Klebeband, zahlreiche Stunden Arbeit und diverse finanzielle Mittel wurden von der ersten Idee bis zur Fertigstellung investiert. Wir wollen damit ein markanter Fleck auf der Handballkarte in Deutschland werden, unabhängig davon in welcher Liga unsere Eisenbahner spielen“, bekunden die drei Initiatoren ihre Begeisterung.

„Unsere Jungs werden uns mit ihrer Leistung gegen Freiberg auf der Platte beeindrucken und wir wollen mit der einzigartigen und großen Choreografie dazu beitragen“, wünschen sich Leukroth, Friedrich und Reiche in allen Belangen ein optimales Gelingen und appellieren an das Pirnaer Handballpublikum: „Jede helfende Hand, vor, während und nach der Aktion wird gebraucht, damit dieser Spieltag ein ganz besonderer wird. Deshalb sollen alle Pirnaer Fans auch wieder Farbe bekennen und ROT tragen.“

So heißt es für die Elbestädter am kommenden Samstag in der Sonnenstein-Arena: Jetzt erst recht! Anpfiff in der „Hölle-Ost“ ist am 27.02.2016 um 19.30 Uhr. Zeitiges Kommen sichert gute Plätze.