Spielbericht

Tag der Torhüter in Glauchau
HC Glauchau/Meerane – HSV Lok Pirna Dresden 19:19


Die Handballer des HSV Lok Pirna Dresden mussten diesmal nicht mit gesenkten Haupt vom Parkett. Überschwenglichen Jubel löste das 19:19 beim Team von Alexander Hübner und Dusan Milicevic aber auch nicht aus, weil man sich am Ende mit der Frage beschäftigte:“War hier etwa mehr drin?“
„Wie das nach einer Punkteteilung eben ist.“ stellte Uwe Heller nach dem Abpfiff fest.

„Für uns war heute wichtig, dass der Frust aus den beiden Niederlagen gegen Plauen und Freiberg aus den Köpfen raus war und der Blick wieder nach vorn geht.“ Für die sächsischen Eisenbahner kam es bei einem als äußerst heim,- und abwehrstarken Gegner, in allererster Linie darauf an den Abwärtstrend zu stoppen. „Das ist der Mannschaft heute gelungen.“ machte Uwe Helle unmissverständlich klar. Vor 300 Zuschauern entwickelte sich eine Partie die das Prädikat „torarm“ durchaus verdiente.
Wenn zwei Teams die das Tore werfen nicht gerade erfunden haben und zudem noch die wenigsten Gegentreffer kassierten, aufeinandertreffen, ist so ein Ergebnis irgendwie vorprogrammiert. „Wenn beider Torhüter dann noch einen Sahnetag erwischen steht eben dann nicht viel vor und nach dem Doppelpunkt.“ lautete das einfache Rechenexempel von Uwe Heller. Martin Dietze im Pirnaer Kasten hatte immerhin eine Quote von über 50 % gehaltenen Bällen. Stefan Schwinger auf der Gegenseite stand seinem Pirnaer Kollegen in nichts nach. HC Trainer Jörg Neumann entschied sich erst am Spieltag für den jungen Schlussmann. Glauchaus Stammkeeper Ludek Kylisek bekam nach der roten Karte gegen Hermsdorf vier Spieltage Sperre aufgebrummt. „Istvan Lengyel hatte in Plauen nicht überzeugt, so dass ich mich schließlich für Stefan Schwinger entschieden habe.“ begründete Jörg Neumann seine Entscheidung. Pirna führte zwar zum Pausentee mit 9:6, konnte diesen Vorsprung aber nicht verwalten. Die Gastgeber stemmten sich mit enormen Kampfgeist gegen eine drohende Niederlage. „Das hätte unsere Situation im Kampf um den Klassenerhalt noch einmal verschärft.“ so Neumann. Beim Stand von 19:19 hatten die sächsischen Eisenbahner sogar noch die Möglichkeit auf den Siegtreffer. „Es hätte eigentlich Strafwurf für uns geben müssen. In eigener Halle bekommen wir den aber eher als hier.“ Uwe Heller trauerte dieser Szene allerdings nicht lange nach. „Wir haben jetzt eine Woche spielfrei und können uns dort hoffentlich ordentlich auf das letzte Drittel der Meisterschaft vorbereiten.“ Das beginnt in 14 Tagen mit der Partie gegen Schlusslicht TSG Calbe (20,00 Uhr) auf dem Sonnenstein.“ Mehr Treffer als in Glauchau fielen an diesem Minispieltag in den anderen Begegnungen. Freiberg setzte seinen Siegeszug mit einem 38:28 in Hermsdorf fort. Loks nächster Gegner Calbe unterlag gegen Staßfurt mit 29:35. Wie wichtig der Pirnaer Zähler in Glauchau war, zeigt das Ergebnis aus Zwickau, wo Apolda mit 26:23 die Segel streichen musste und in der Tabelle hinter der Lok bleibt.

Lok: Dietze, Weber, Philippi, Kovanovic, Möbius 1, Dietze, Milicevic 5/2, Schulze 4, Gildemeister 1, Gavrilovic 1, Ultsch, Meinelt, Hartmann 1, Schneider 6