Spielbericht

Krimi in Gräfenhainichen
TuS 47 Radis - HSV Lok Pirna Dresden 32:32


Obwohl die Tatortmelodie am Gründonnerstag des Öfteren zu hören war fanden keine Aufnahmen zu einem neuen Mitteldeutschen Thriller statt. Doch selbst der gewiefteste Autor hätte den Spannungsbogen nicht besser konstruieren können.

Mit viel Selbstvertrauen startete unsere Sieben ins Spiel. Angetrieben von einem gestern bärenstarken Vladan Kovanovic und einem variablen Spiel, fanden wir besser ins Spiel. Doch nach einer Phase, in der wir in doppelter Unterzahl agieren mussten, hatte der TUS Radis den Anschluss wieder hergestellt. Unterstützt von mehr als 50 handballverrückten Pirnaer Fans lies sich unser Team aber nicht abschütteln. Bis zur Pause waren, beim Stand von 11:13 aus unserer Sicht, die Chancen etwas Zählbares aus Gräfenhainichen mitzunehmen intakt. Leider sollte sich dies bis Mitte der zweiten Halbzeit ändern, als Radis auf 23:17 enteilte und nur die kühnsten Optimisten noch einen Pfifferling auf Pirna gesetzt hätten. Doch nun kam die große Zeit des HSV Lok. Immer wieder kamen wir, besonders über unsere wieselflinken Außen, zu schnellen Toren. Dabei zeichnete sich besonders Philipp Gildemeister aus, der an diesem Abend überragend spielte und die Harzkugel immer wieder im gegnerischen Tor unterbrachte. Das Geschehen wogte hin und her.
Nick Weber steigerte sich und plötzlich waren wir wieder dran. In den letzten Sekunden allerdings kulminierte das Spiel und näherte sich seinem grandiosem Finale. Beim Stand von 32:31 für TUS Radis waren noch 10 Sekunden zu spielen. Wir erhielten zwar einen Freiwurf auf der halblinken Position zugesprochen, die Uhr lief aber runter und der Wurf musste direkt ausgeführt werden. Toto Schneider griff sich den Ball und versuchte das Unmögliche. Während die Radiser Anhänger schon den Sieg feierten versenkte Toto den Ball in den Maschen des gegnerischen Tores. Aus, vorbei. Der Rest war Jubel und Glückseligkeit.
Mit unglaublicher Moral hatte sich unsere Mannschaft in ein Spiel zurückgekämpft und einen Punkt erobert. Das Bad in der Menge der mitgereisten Fans genossen die Jungs dann um so mehr. Mit diesem Spiel hat sich das Team den Schwung für die letzten Partien geholt und seinen Anhängern das Osterfest versüßt.
Die Tatortmelodie wurde übrigens vor den Siebenmetern eingespielt .

HSV: Weber, Dietze im Tor, Kovanovic 7, Philippi ,Möbius ,Dietze S. ,Milicevic 4/1, Gavrilovic 5/2 ,Ultsch 1, Schneider 4, Schulze 1, Hartmann, Meinelt , Gildemeister 10/1