Spielbericht

Herzschlagfinale im letzten Heimspiel


Als die Sirene ertönte und die Mannschaften zum Pausentee in die Kabine verschwanden deutete sich ein Handballfest an. Doch am Ende der Partie gegen den Tabellendritten SV Anhalt Bernburg mussten sich die Handballer des HSV Lok Pirna Dresden knapp mit 24:23 geschlagen geben.

Die Begegnung in der gut gefüllten Sonnensteinarena begann hektisch, mit dabei waren auch wieder Dusan Milicevic und Mario Percin, der zunächst auf der Bank platznahm. Morten Michelsen, der über weite Strecken eine Starke Leistung bot, parierte gleich den ersten Angriff der Gäste. In der Anfangsphase waren es vor allem die Eisenbahner die zu schnell den Abschluss suchten. Beim Stand von 1:2 (6.) hatten die Anhalter die Gelegenheit sich etwas abzusetzen. Doch Morten Michelsen parierte den folgenden 7-Meter und Jiri Boucek glich im Gegenangriff aus. Die Pirnaer fanden in der Folge zum Spiel. Eine konsequente Deckung und ein gut aufgelegter Schlussmann machten es den Gästen schwer. Als Eigengewächs Maximilian Hartmann zum 4:2 (11.) traf bebte die „Hölle-Ost“. Mit diesem zwei Tore Vorsprung ging es aus in die Pause und es gab allen Grund an einen Punktgewinn zu glauben.

Die Mannschaft von Trainer Petr Hazl verpasste es allerdings die starke Leistung aus der ersten Hälfte wieder abzurufen. Bis zur 42. Minute gelangen dem Team um Jiri Boucek nur zwei Treffer. Die Gäste standen in der Abwehr konsequenter und der Pirnaer Angriff blieb zu oft in dieser hängen. Dazu schlichen sich im Aufbauspiel leichte Fehler ein die dazu führten dass der SV Anhalt bis auf 19:23 (54.) davonzog. Als Dusan Milicevic zum 21:23traf und die Mannschaft signalisierte „Hier geht noch was“ war auch das Publikum wieder da. Der inzwischen eingewechselte Mario Percin bot, wie auch Morten Michelsen eine gute Leistung im Tor der Lok. Die Schlussphase war ähnlich hektisch und de Stimmung heizte sich zunehmend auf. Jiri Boucek bekam einen Schlag ins Gesicht der nicht geahndet wurde und ein blaues Auge hinterlies, im Gegenangriff sah Steffan Helbig für eine ähnliche Aktion dann die Zeitstrafe. Doch die Spannung blieb aufrecht. 23:24 hieß es nachdem Dusan Milicevic einen 7-Meter verwandelte und es waren noch 120 Sekunden auf der Uhr. Rund 50 Sekunden vor Schluss erkämpfte sich die Pirnaer Defensive den Ball und hatte die Möglichkeit die Partie noch auszugleichen. Doch zum Abschluss kam das Team von Trainer Petr Hazl nicht mehr und der direkt ausgeführte Freiwurf, nach Ablauf der Zeit, von Christian Möbius wurde vom Torhüter der Gäste pariert.

Am Ende stand somit eine knappe 23:24 Niederlage zu Buche. Abgesehen von der schwachen Phase zu Beginn der zweiten Spielhälfte zeigten die Pirnaer eine starke Leistung gegen den Tabellendritten aus Sachsen-Anhalten, was die Enttäuschung über den Ausgang der Partie noch verstärkte.

Die vier wöchige Winterpause kommt nach vier Niederlagen in Folge nun sehr passend, um neue Kraft zu schöpfen und Blessuren auszukurieren. Überwintern wird der HSV Lok trotz der Niederlage allerdings außerhalb der Abstiegsränge, da auch die Konkurrenz aus Aschersleben verlor. Weiter geht es am 11.01.2014 mit dem nächsten Heimspiel. Zu Gast ist der hessische Vertreter aus Groß Umstadt. Die Hessen bewegen sich in ähnlichen Tabellenregionen wie der HSV Lok Pirna, daher ist dies ein wegweisendes Spiel. Daher heißt es schon einmal im Kalender vormerken.

Lok: Michelsen, Percin; Möbius (1), Havlat (1), Gaube, Boucek (5), Milicevic (6/4), Helbig (3), Ultsch, Schneider (5), Hartmann (2)