SPIELBERICHT

HC Burgenland – HSV Lok Pirna Dresden 35 : 29 (15 : 11)
Es bleibt noch viel zu tun…


Das wird sich nach dem ersten Arbeitsbesuch der Saison, diesmal in der Domstadt Naumburg, sicherlich nicht nur Trainer Ducan Milicevic nach dem Schlusspfiff gesagt haben. Da war auf der Anzeigetafel mit 35:29 eine klare und deutliche Aussage zum soeben zu Ende gegangenen Spiel zu sehen. Doch nicht nur diese Feststellung tat allen Beteiligten und den zahlreichen angereisten Lok- Fans weh, sondern das Wie.

Dabei begann alles recht zuversichtlich. Die Mannschaft, in der mit S. Gavrilovice, S. Dietze und dem verletzten L. Boehm sowie D. Kuehn 4 Spieler fehlten, war auf einen äußerst unbequemen, robusten und keinen Fight scheuenden Gegner gut eingestellt und setzte zunächst die Akzente. In der Deckung gelangen saubere Aktionen, präsentierten sich Toto Schneider und Co als präsent und aufmerksam. Daraus resultierten Ballgewinne, die der Gast zu nutzen wusste. Sowohl im Spielaufbau als auch im Umkehrspiel setzte die Mannschaft die klareren Akzente und belohnte sich nach 8 Minuten mit einer 4:1- Führung.

Doch langsam kam auch der Gegner in Schwung. Dessen Routinier im Tor Galia, einst auch in Diensten von Pirna, steigerte sich zusehend und kaufte so manchen Wurf der Gäste, ja selbst einen Strafwurf von D. Milicevice, ab. Allerdings stand ihm da Nik Weber zunächst kaum nach und bügelte einige Unsicherheiten seiner Vorderleute aus. Doch unübersehbar, Pirna geriet zunehmend unter Druck. In der 14. Minute stand es beim 5:5 Pari, Pari. Die mannschaftliche Geschlossenheit ging sukzessive verloren, genauso wie die Konzentration und das Durchsetzungsvermögen. Das Ganze wurde von technisch bedingten Ballverlusten und sich abzeichnenden körperlichen und läuferischen Defiziten begleitet. Der Halbzeitstand von 15:11 sprach nach diesem Verlauf eine deutliche Sprache.

In der Kabine forderte der Trainer mit klaren Worten mehr Engagement, mehr Durchsetzungsvermögen und Präsenz von den Spielern. Doch mehr als 4 Tore bis zur 40.Minte sprangen nicht heraus. Der Gastgeber indes konnte 8 entgegensetzen. Dabei leistete Pirna mit seiner noch nicht perfekten Wechseltaktik bei Unterzahl, der Torwart wird gegen einen zusätzlichen Feldspieler ausgetauscht, zusätzliche Schützenhilfe durch leichtfertige Ballverluste. Zweimal landete so das Streitobjekt, und sehr zur Freude der heimischen Fans, im verwaisten Tor.

Die Mannschaft zerfiel immer mehr und gab sich ob der körperlichen und spielerischen Überlegenheit der Naumburger auf. Da halfen auch die kämpferischen Aktionen und zahleichen Tore des Kapitäns T. Schneider und von R. Schulze wenig. Das Signal verhallte ungehört. Die 35:29 Niederlage war verdient und sollte ein Weckruf an alle sein. Schon der nächste Gegner, der Absteiger aus der 3. BL., Halle, wird wieder alle Kräfte erfordern, um in die Spur zu kommen.
von Christian Dietze

Aufstellung:
N.Weber, M. Dietze; V. Kovanovic, N. Philippi(2), Ch. Möbius, L. Baase(2), D. Milicevic(2), N.Bula, R. Ultsch, T. Schneider(9), M. Hartmann(3), R. Schulze(6), Ph. Gildemeister(5/1),

Statistik:
2- Minuten- Strafen: 7: 4

Torschützen HC Burgenland: Dober 11/4, Benecke 3, Schindler 6, Weber 8, Ufer 3, Fuchs 2, Schmidt 2