SPIELBERICHT

HSV Lok Pirna Dresden gegen USV Halle 28:29 (13:14)
Trotz großem Kampf geht auch das zweite Punktspiel der Saison verloren.


Lag es an den eher spärlich gefüllten Rängen? An der Stimmung könnte es nicht gelegen haben, die war trotz den wenigen Zuschauern wie immer großartig. Angespornt durch die lautstarke Unterstützung schwangen sich die Jungs von Spielertrainer Dusan Milicevic zu einer sehr ansprechenden Leistung auf, scheiterten am Ende aber vor allem an den eigenen Fehlern.

Halle erwischte den besseren Start und erzielte das erste Tor der Partie. Doch Lok legte ein paar Kohlen nach und kam langsam ins Rollen. Es war die 6. Minute als "Toto" Schneider das erste Mal zum 3:3 ausgleichen konnte. In der 20. Minute führten die Gastgeber gar mit 10:7, Sicherheit verlieh das Ergebnis den Eisenbahner aber leider nicht. Die Hallenser kämpften sich zurück und gingen mit dem Pausenpfiff sogar mit einer 13:14-Führung in die Halbzeit.
Ausgeglichen wogte das Spiel auch in den zweiten 30 Minuten hin und her. Man konnte sich aber des Eindrucks nicht verwehren, dass die Saalestädter etwas cleverer agierten und ihre Angriffe vor Allem sehr lange ausspielten. Die letzten Minuten wurden dann zu einer Zerreißprobe für die Nerven. Beide Trainer nutzten in der letzten Spielminute noch einmal beim Stand von 28:29 eine Auszeit zur Justierung der Teams und steigerten damit die Dramatik. Mit einem letzten Angriff wollten die Eisenbahner noch ihren durchaus verdienten Punkt ergattern, aber leider fand auch der letzte Wurf nicht den Weg ins Tor. Damit hätten sich die Eisenbahner für eine tolle kämpferische Leistung belohnen können.

So feierten am Ende nur die Hallenser ausgelassen ihren erfolgreichen Saisonauftakt. Davon kann in Pirna keine Rede sein, ging er doch wie im Vorjahr gründlich daneben und man kann nun getrost von einem Fehlstart sprechen. Bleibt nur aus den Fehlern zu lernen, besonnener zu agieren und den Kopf nicht in den Sand zu stecken. Mit der HG 85 Köthen wartet nächsten Samstag der nächste "harte Brocken" auf unsere Jungs und die Chance sich mit Willen und Leidenschaft endlich Punkte zu sichern.

LOK: Weber und Martin Dietze im Tor
Kovanovic 3, Philippi, Möbius 1, Böhm, Baase , Milicevic 4/3, Bula, Ultsch 1, Schneider 10, Hartmann 3, Schulze 5, Gildemeister 1