SPIELBERICHT

Eine gute Deckung allein ist zu wenig.
HG 85 Köthen – HSV Lok Pirna Dresden 27:20(14:12)


Dieser Erkenntnis mussten die Spieler, Trainer und zahlreichen in die Bachgeburtsstadt mitgereisten Fans (herzlichen Dank) nach der 3. Niederlage im 3. Spiel Tribut zollen. Schade, denn es war mehr drin!

Der Start verlief für die vom Trainer auf eine wahrlich schwere Aufgabe vorbereitete Mannschaft richtig gut. Aus einer aufmerksamen, beherzt und konzentriert agierenden Deckung mit einem solide haltenden Torwart Martin Dietze heraus gelang es zunächst die Gastgeber in der altehrwürdigen Sporthalle mit zahlreichen gefälligen Angriffen zu beeindrucken. Diese konnten ihr schnelles, präzises Spiel mit dem einst beim HSV und ESV Dresden, später nach Magdeburg gewechselten Leader Martin Lux nicht wie gewünscht aufziehen. So wogte das Geschehen hin und her, man stand sich auf Augenhöhe, ja sogar mit kleinen spielerischen Vorteilen für den Gast gegenüber. Doch ein Manko zeigte sich schon zu diesem Zeitpunkt- die Chancenverwertung! Was da liegen gelassen wurde… . Dennoch, als die Schützlinge von Dusan Milicevic in der 16. Minute mit 7:5 führten, sah die Welt richtig gut aus. Doch die Köthener ahnten die Gefahr und knieten sich zunehmend und mit aller Kraft in die von den beiden Unparteiischen P. Fischer/A. Schiller aus Aue umsichtig geleiteten Partie. Bemerkenswert- nicht eine 2- Minutenstrafe in den ersten 30 Minuten!

Leider häuften sich die technischen Fehler bei unseren Männern. Am Ende waren es 19 (10 Köthen) an der Zahl. Das Bemühen um schnelles Umkehrspiel mündete oftmals in zu leichten Ballverlusten, die der Gegner seinerseits dankbar annahm. So stand es zur Halbzeitsirene 14:12. Statt das in der Kabine Vereinbarte mit Wiederanpfiff konsequent umzusetzen, gab‘s einen richtigen Knick. So blieb es ein Wunsch weiter konsequent in der Deckung zu arbeiten, im Angriff zielstrebiger, gradliniger und von allen Positionen her Druck auf die gegnerische Abwehr auszuüben. Innerhalb von 8 Minuten gerieten die Pirnaer auf die Verliererstraße. Da stand es 20:14 und das trotz einiger richtig guter Paraden des kurz nach der Halbzeit ins Tor gerückten Nick Weber sowie einer nach wie vor aufopferungsvoll kämpfenden Deckung. Wenn‘s vorn nicht reicht, dann nutzt all dies alles nichts. Das Runde muss nun mal ins Eckige! Die Flaute im Angriff ging durch alle Mannschaftsteile, selbst die Torschützen vom Dienst zeigten Nerven.

Aber, es gibt immer einen Hoffnungsschimmer. So auch in der 50. Minute als man beim 21:17 noch mal Morgenluft schnupperte und Köthen durchaus und nicht zum ersten Mal wackelte. Doch selbst in Überzahl wollte es nicht so recht klappen. Da stolperte man quasi über die eigenen Beine. Schade! Am Ende stand ein völlig unnötiges 27:20 und die alte Erkenntnis, dass eine gute Deckung allein nicht reicht. Es gilt nun die durchaus positiven Aspekte der letzten beiden Auftritte zu untermauern und die Mängel unter der Woche rasch abzustellen. Dann macht uns der Zwickauer HC seine Aufwartung und da sollte sich die Mannschaft auch mal selber belohnen!
von C. Dietze

LOK:

M.Dietze, N. Weber; V. Kovanovic, N.Philippi, Chr. Möbius(2), L.Baase,D. Milicevic((1/5), N. Bula, R. Ultsch, T. Schneider(4), M.Hartmann, R. Schulze(4),, Phi. Gildemeister(3), N. Kutter