SPIELBERICHT

Die Nerven im Griff
HV Rot Weiss Stassfurt : HSV Lok Pirna Dresden 24:26 (12:10)


Es geht so langsam aufwärts mit den Pirnaer Handballern. Bester Beweis dafür war der gestrige Sieg in Stassfurt. So kann es gern weitergehen. In der altehrwürdigen Paul Merkewitz Sporthalle erwischten unsere Jungs den besseren Start und gingen schnell mit 3:0 in Führung. Der Gegner reagierte in dieser Phase fahrig bzw. ließen die Eisenbahner nicht mehr zu. Doch wer geglaubt hatte es ginge so weiter wurde schnell eines Besseren belehrt. So langsam fanden die Stassfurter zu ihrem Spiel, häufig über die wurfgewaltigen Rückraumschützen. Im Pirnaer Angriff hingegen häuften sich die Fehler . Und als gegen Ende der ersten Halbzeit die Anzeigetafel vorübergehend ihren Dienst quittierte gerieten die Milicevic Schützlinge zeitweise mit drei Toren ins Hintertreffen.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit war die Anzeigetafel wieder bereit ihre Arbeit zu verrichten. Unsere Jungs taten seihe gleich. Schnell war der 2-Tore Rückstand egalisiert und das Geschehen wogte hin und her. In einer Phase in der es den Eisenbahnern gelungen war immer wieder auszugleichen mussten sie in doppelter Unterzahl erstmals wieder einen Zwei Tore Rückstand verzeichnen. Doch wo es in den ersten Spielen noch mit der Pirnaer Herrlichkeit vorbei gewesen wäre gelang der erneute Ausgleich. In den hektischen letzten 5 Minuten mit zwei roten Karten für die Gastgeber behielten die Eisenbahner kühlen Kopf und hatten das glücklichere Ende für sich. Mit Kampfgeist, unbedingten Willen und einer gehörigen Portion Selbstvertrauen bewiesen die Handballer aus Pirna das sie das Handballspielen nicht verlernt haben. Aus einer geschlossenen Mannschaft ragte dabei erneut Srdan Gavrilovic heraus, der in der heißen Phase des Spiels cool einer Siebenmeter nach dem anderen im Kasten der Stassfurter versenkte.

Nun sollte einem Besuch am kommenden Samstag in der Sonnensteinarena eigentlich nichts mehr im Wege stehen wenn der HC Glauchau Meerane seine Visitenkarte abgibt.

Der HSV spielte mit:
Martin Dietze und Nick Weber (1.-60.) im Tor
Kovanovic 1, Philippi, Möbius 2, Sven Dietze, Baase, Milicevic 2/1, Bula, Gavrilovic 11/4, Ultsch 3, Schneider 4, Schulze 1, Gildemeister 2