SPIELBERICHT

Emotionen pur
HSV Lok Pirna Dresden – HC Glauchau/Meerane 32:23 (13:11)


Emotionen pur erlebte die Fangemeinde der Handballer vom Sonnenstein in der bestens besuchten Sporthalle nicht nur beim Jubelkreis der Mannschaft von Trainer Milicevic nach dem Abpfiff, sondern während des ganzen Spiels. Alles was ein Handballerherz erfreut, wurde durch die Protagonisten auf dem Spielfeld dargeboten. Wohlgemerkt, von beiden Mannschaften! Der Gastgeber hatte sich wie immer akribisch auf die Partie vorbereitet und wollte unbedingt an die jüngsten Erfolge gegen Freiberg und auswärts gegen Staßfurt anknüpfen. Dazu war es gegen den Gegner aus Westsachsen und seine auf körperliche Art Handball zu spielen, erforderlich, von Beginn an mit Präsenz, Entschlossenheit, kühlem Kopf und heißem Herzen zu zeigen, wer Herr im Hause ist. Und das gelang! Nach einer kurzen Phase des Abtastens legten die Jungs wie erwartet los. Auch wenn die Deckung dem technisch erstklassigen 33iger der Glauchauer Rostislav Bruna hin und wieder zu viel Raum und Freiheit gewährte. Hinten stand ja noch ein Torwart, Nick Weber, der manches Geschoss nicht nur dieses Spielers parierte. Im Angriff gelangen zahlreiche ansehenswerte und durchdachte Spielzüge, die den Gast immer wieder vor Probleme stellte. Denen versuchte man mit robusten Körpereinsatz und Geschlossenheit zu begegnen. Dank der beiden für ihr jugendliches Alter (21und 22 Jahre) sehr souverän auftretenden Magdeburger Unparteiischen geriet das Match nie außer Kontrolle. Selbst die permanenten Versuche der verbalen Einflussnahme von der Bank der Glauchauer her, ließen die Schiris unberührt. Man darf wirklich auf die Entwicklung dieser beiden gespannt sein…! Die Spieler um Toto Schneider zogen indes auf sich konzentriert ihre Bahn. Einziges Manko im Angriff - das Liegenlassen zahlreicher erstklassiger Chancen. Damit eröffnete man dem Gegner zahlreiche Kontermöglichkeiten. Doch das Umschalten von Angriff auf Deckung ließ nicht nur dem Berichterstatter mit der Zunge schnalzen. Ruckzuck war man am konterlaufenden Akteur dran, luchste ihm den Ball ab oder verhinderte zumindest das freie Durchlaufen. Stark!

Der Halbzeitstand von 13:11 war wie der Trainer in der Kabine betonte, keineswegs beruhigend. Im Gegenteil, er forderte allerhöchsten Einsatz, um am Ende siegreich sein zu können. Dazu war es notwendig, dorthin zu gehen, wo es auch mal weh tut und noch mehr Durchsetzungsvermögen zu zeigen. Und, die Mannschaft nahm ihr Herz in die Hand und setzte das Geforderte um. Herausragend „Hans“ Gavrilovic, der nicht nur äußerst treffsicher, ob vom Siebenmeterpunkt oder aus dem Spiel heraus für umjubelte Tore sorgte, sondern mit seiner Spielweise den Schneider, Schulze, Milicevic, Ultsch, Kovanovic und nicht zuletzt Christian Möbius und Lukas Baase beste Möglichkeiten zu erfolgreichen Abschlüssen eröffnete. Apropos Christian Möbius, der lebt seit der Rückkehr von „Hans“ regelrecht auf und wirft nicht nur aus dem Rückraum Tore sondern auch von Rechtsaußen. Weiter so! Dies gilt im gleichen Maße auch für Lukas bei dem der Knoten endgültig geplatzt ist. Das die Partie ob der Dominanz der Hausherren zunehmend ruppiger wurde, sei nicht unerwähnt. Nicht schön die „blaue Karte“, Spielausschluss mit Bericht, für den Torwart der Glauchauer nach einer Tätlichkeit. Die beiden Spieler, Nicolas Bula und Sven Dietze, die auch noch ihre Spielanteile erhielten konnten sich so noch ein wenig einbringen und am Ende gemeinsam mit allen andern und den jubelnden Fans einen verdienten Sieg feiern. Nun gilt es in 14 Tagen gegen Plauen/Oberlosa die kleine Serie fortzusetzen.

HSV Lok Pirna Dresden:
N.Weber, M. Dietze; V. Kovanovic(2.), N. Philippi, Ch. Möbius(3), S. Dietze, L. Baase(2), D. Milicevic(6/2), S. Gavrilovic 8/5, N.Bula, R. Ultsch(3), T. Schneider(4), R. Schulze(4), Ph. Gildemeister