SPIELBERICHT

Das System greift
HSV Lok Pirna Dresden gegen SV Plauen Oberlosa 25:17 (13:10)


Martin Dietze ist wahrlich nicht zu beneiden. Letzte Saison noch teilte er sich mit Nick Weber die Zeiten im Tor. Dieses Jahr ist an Weber aber einfach kein Vorbeikommen. Auch gestern Abend war er wieder ein Garant für den vierten Sieg in Folge. Zum Glück musste er es aber nicht allein richten.

Die Lok begann wie die Feuerwehr und legte schon mit dem 4:0 Start die Grundlage für den dritten deutlichen Heimsieg in Folge. Aus einer sicheren Abwehr heraus gelang es immer wieder Chancen zu erarbeiten, die resolut genutzt wurden oder zu Siebenmetern führten, die wiederum allesamt sicher von unserer serbischen Flügelzange, Dusan Milicevic und Srdan Gavrilovic verwandelt wurden. Was aber zunächst wie ein samstäglicher Spaziergang aussah gestaltete sich in den letzten Minuten vor der Pause dann doch etwas schwieriger. Die nie aufgebenden Gäste aus der Spitzenstadt konnten den zwischenzeitlichen 6 Tore Rückstand bis zum Pausenpfiff auf drei verkürzen. Und sie hatten ja auch noch den Anwurf zur zweiten Halbzeit.

Doch wo es in den ersten Spielen der Saison stets einen Einbruch der Eisenbahner gegeben hatte konnte sich das tolle Publikum auf dem Sonnenstein über eine konzentrierte Leistung freuen und zusehen wie der Vorsprung Tor um Tor anwuchs. Und wenn doch einmal der Ball verloren wurde stand da ja noch der oben erwähnte Nick Weber im Tor, der mehrere sogenannte Hundertprozentige gehalten hat. Glänzend geführt vom diesmal einzigen Spielgestalter Robert Schulze legte die Lok eine hochkonzentrierte Leistung an den Tag, was auch den letzten Zuschauer von den Sitzen riss. Zumindest wenn sie den Milicevic Schützlingen die Daumen gedrückt haben. Der Rest war Jubel, feiern und das geliebte Bad in der Menge. So kann es gern weitergehen! Sukzessive greifen nun die Automatismen und sorgen dafür das der Anschluss an das Tabellenmittelfeld hergestellt werden konnte. Nächste Woche reisen die Männer des HSV Lok nach Apolda. Chancenlos werden wir auch dort nicht sein, Grund zu Optimismus ist durchaus vorhanden. Und am fehlenden Selbstvertrauen soll es nicht liegen! Und sollte Nick Weber mal keinen Sahnetag erwischen ist da ja noch Martin Dietze, der ihn würdig vertreten würde.

HSV Lok Pirna Dresden:
Martin Dietze und Nick Weber im Tor
Nicolas Philippi, Christian Möbius 2, Sven Dietze, Lukas Baase, Dusan Milicevic 5/3, Nicolas Bula, Srdan Gavrilovic 4/2, Robert Ultsch 1, Toto Schneider 6, Max Hartmann, Robert Schulze 7, Philipp Gildemeister