SPIELBERICHT

Ein gebrauchter Tag
HSV Apolda - HSV LokPirna Dresden 27:23 (10:8)


Wenn eine Mannschaft unbedingt gewinnen muss und es für die andere nur eine Option ist kommt so ein Spiel zu Stande wie wir es gestern Abend in der schicken Sporthalle am Sportpark in Apolda gesehen haben. Am Ende stand eine völlig verdiente Niederlage zu Buche.

Dabei begann die Partie aus Pirnaer Sicht sehr vielversprechend. Immer wieder könnten die Angriffe der Gastgeber erfolgreich vereitelt werden. Auch wenn von vorn viele Chancen liegengelassen wurden könnte doch bis Mitte der 1. Halbzeit eine kleiner 3 Tore Vorsprung erarbeitet werden. So führten die Eisenbahner bis dato mit 5:2 und vergaben drei mal in Folge die Chance mit 4 Toren in Führung gebracht zu gehen. So kam es wie es kommen musste. Apolda begann Sich zu steigern und fand nach und nach zu seinem Spiel. In dieser Phase mussten wir auch wiederholt in Unterzahl agieren, Toto bekam die erste seiner am Ende drei Zeitstrafen. Leider wurde dadurch die Abwehr entscheidend geschwächt. Ein Makel der die gesamte Dauer des Spiels nicht mehr behoben werden konnte.

Bei 10:8 für die Gastgeber wurden die Seiten gewechselt. Obwohl die Milicevic Schützlinge in der Folge immer den Anschluss halten konnten würde man das Gefühl nicht los, dass es an diesem Abend wohl nicht mehr mit einem Pirnaer Sieg klappen würde. Auch wenn aufopferungsvoll gekämpft wurde, der klare Kopf fehlte in den meisten Aktionen vollends. In der 50. Minute bot sich dann die letzte Gelegenheit dem Spiel eine Wende zu geben, aber auch diese wurde nicht genutzt. Sinnbildlich war die Aktion für das ganze Spiel. Ein Ball des Gegners landet am Pfosten. Der Abpraller rollt durch die Pirnaer Abwehr, unseren Spielern durch die Füße, um am Ende in den Reihen der Thüringer zu landen. Es muss konstatiert werden, dass die Mannschaft die mit dem Rücken zur Wand stand am Ende mehr für den Sieg getan hat und in daher auch völlig verdient hat.

Für unsere Jungs die Möglichkeit sich in der kommenden Woche zu rehabilitieren und weitere Punkte einzufahren. Leichter wird es wohl kaum, aber die Einstellung wird eine andere sein.

HSV Lok Pirna Dresden:
Weber, Dietze, Schmidtke im Tor,
Kovanovic, Philippi, Möbius 2, Baase, Milicevic 5/2, Gavrilovic 4/1, Ultsch 1, Schneider 4, Hartmann, Schulze 5, Gildemeister 2