SPIELBERICHT

Der Blick geht nach unten
SV Hermsdorf - HSV Lok Pirna Dresden 26:22 (14:15)


Wenn auch in den letzten Spielen sehr viel Positives zu sehen war, was durchaus Hoffnung machen konnte, so muss man doch konstatieren, dass sich unsere Eisenbahner im Moment eher in Richtung Abstiegszone orientieren, als sich im Mittelfeld festzusetzen. Ja, man kann schon von einem kollektiven Versagen sprechen, wenn man die gestrige Leistung betrachtet. Als Aufbaugegner scheint der HSV Lok zur Zeit ein gern gesehener Gast in fremden Hallen zu sein. Davon dürfte auch der SV Hermsdorf profitieren, der gegen eine völlig indisponierte Mannschaft seinen ersten Saisonsieg feiern durfte.

Sah es bis zur Halbzeit noch einigermaßen vernünftig aus, bedingt auch durch die Offensive Deckung der Thüringer, so wurde das Spiel nach der Umstellung in der Abwehr der Gastgeber in den 12 Minuten nach dem Seitenwechsel entschieden. Erst nach 42.30 Minuten gelang den Milicevic Schützlingen der erste Treffer in der zweiten Periode. Hermsdorf hatte da schon sechs mal getroffen. Selbst klarste Chancen wurden liegen gelassen und auch beide Torhüter bekamen kaum eine Hand an den Ball.


Somit steht unter der Woche viel Arbeit an, um in der nächsten Woche gegen den TuS Radis einen versöhnlichen Abschluss des Handballjahres hinzubekommen. Leichter wird es nicht. Das interne Ziel der Milicevic Truppe ist ohnehin in unerreichbare Ferne gerückt. Somit sollte das einzige verbleibende Ziel sein sich so schnell wie möglich so viele Punkte wie möglich zu sichern, um nicht noch stärker in den Abstiegskampf verwickelt zu werden. Glücklicherweise haben aber auch die Mannschaften der unmittelbaren Tabellennachbarschaft nicht gepunktet, so das wir nur auf den 11. Platz abgerutscht sind. Wahrlich kein Grund zum feiern, aber ein Hoffnungsschimmer. Das es die Mannschaft kann haben wir zuletzt häufig gesehen, nur in fremden Gefilden eben nicht. Soll der Trend nach oben gehen muss sich da ganz schnell etwas ändern!

Foto: C. Dietze