Spielbericht

Sensation bleibt aus


Auch das zweite Heimspiel im Jahr 2014 war kein erfolgreiches für die Pirnaer Handballer. Mit 17:24 (8:14) mussten sich die Mannen von Trainer Petr Hazl am Samstagabend dem Tabellenführer aus Baunatal geschlagen geben. Die Hessen nutzten vor allem die schwache Chancenverwertung der Eisenbahner und gewannen am Ende verdient. Nach der sechsten Niederlage in Folge liegt der HSV Lok nur noch einen Punkt vor einem Abstiegsplatz. Konkurrent Aschersleben hat allerdings bereits ein Spiel mehr absolviert. Am 15.02. kommt es zum direkten Duell in der Sonnensteinarena.

Als Jiri Havlat zum 4:3 für die Pirnaer einnetzte war die Stimmung in der Halle gut und die Zuschauer sahen, dass die Mannschaft in den vergangen zwei Wochen an sich gearbeitet hat. Besonders die oft kritisierten Jiri Havlat (sechs Tore) und Christian Möbius (zwei Tore) spielten zu Beginn der Partie mit neuem Selbstbewusstsein auf. Doch einen Knacks erlitt die Mannschaft schon früher. Bereits in der achten Minute, einer hart umkämpften Partie, musste Regisseur Jiri Boucek verletzt das Feld räumen. Er zog sich eine Fleischwunde am Finger zu, welche nach der Partie im Krankenhaus genäht werden musste. Ob der Tscheche kommende Woche in Vorsfelde auflaufen kann, steht noch in den Sternen.

Bis zum 6:7 durch Philipp Große (20.) war die Partie völlig offen. In dieser Phase der Partie, war die Stimmung in der Sonnensteinarena aufgeheizt. „In der Anfangsphase kam unnötig Hektik in die Partie wodurch die ein oder andere Zeitstrafe zu viel ausgesprochen wurde“ bewertete Gästetrainer Ralf Horstmann. Als Torsten „Toto“ Schneider nach zwanzig gespielten Minuten bereits das zweite Mal unfreiwillig auf der Bank Platz nehmen musste, nutzen die Gäste dies um auf 6:10 davon zu ziehen. Nur vier Minuten später war das Spiel für Schneider dann komplett beendet. Beim Stand von 7:10 (24.) kassierte er die dritte Zeitstrafe und somit die rote Karte. Damit fehlte Petr Hazl neben Jiri Boucek eine weitere Stammkraft für den Rest der Partie.

Im weiteren Verlauf der ersten Spielhälfte scheiterten die Wurfversuche der Gastgeber reihenweise an Gästekeeper Constantin Paar. Die in den ersten dreißig Minuten hektische und angespannte Stimmung nahm ihren Höhepunkt mit der Pausensirene. Steffan Helbig verwertete einen Abpraller zum vermeintlichen 9:14 Anschluss, doch das Schiedsrichtergespann entschied nicht auf Tor, da die Spielzeit bereits abgelaufen war. So ging es für die Gastgeber mit einem ernüchternden 8:14 in die Halbzeitpause.

Zwischen der 32. und 42. Spielminute gab es für die Zuschauer in der Sonnensteinarena kein Tor zu bejubeln. Auch von der Strafwurflinie wollte es an diesem Tag nicht klappen. Vier der insgesamt acht Strafwürfe fanden nicht den Weg ins gegnerische Tor. Auch der sonst sichere Dusan Milicevic scheiterte dreimal vom „Punkt“. Somit setzen sich die Gäste bis auf acht Treffer ab. (9:17, 41.) „Wir hatten die Chance ranzukommen, doch dann machen wir zu viele technische Fehler und verwerfen zu viele Bälle“ stellte Petr Hazl auf der Pressekonferenz konsterniert fest. Durch einen starken Mario Percin und auch nicht fehlerfreie Gäste kamen die Lok-Handballer, durch Jiri Havlat, noch einmal auf 16:20(55.)heran. Doch eine erfolgreiche Aufholjagd scheiterte vor allem an der zuvor schon mäßigen Chancenverwertung. Immer wieder scheiterten die Pirnaer Angreifer am Schlussmann der Gäste. So stand am Ende eine deutliche 17:24 (8:14) Niederlage auf der Anzeigentafel.

Mit den Worten „wir werden nicht aufgeben und weiter kämpfen“ beendete Petr Hazl die Pressekonferenz. Denn die wichtigen Spiele stehen für den HSV Lok Pirna Dresden noch aus. Am kommenden Wochenende reist die Mannschaft zum MTV Vorsfelde nach Niedersachsen, wo die Lok die ersten Auswärtszähler der Saison entführen will.

Lok: Percin, Michelsen ; Möbius (2), Havlat (6/1), Gaube, Boucek (1), Milicevic(4/3), Helbig, Ultsch, Große (4), Schneider, Hartmann