Spielbericht

Lok Pirna verliert Duell gegen Dessau


Die Luft wird dünner für die Handballer vom HSV Lok Pirna Dresden. In einer hart umkämpften Partie konnte die Mannschaft, die wieder ohne Regisseur Jiri Boucek antreten musste, sich nur 30 Minuten gegen den Punktverlust stemmen. Mit 26:16 (9:8) verloren die Elbstädter, am Ende zu deutlich, beim Dessau Rosslauer HV.

Als Dusan Milicevic in der zweiten Spielminute per 7-Meter Strafwurf zum 1:1 ausglich ahnte keiner, dass am Ende der 60 Minuten Spielzeit die Hälfte aller Lok- Tore von der Freiwurflinie fallen sollten. Einen schmerzlichen Verlust mussten die Eisenbahner bereits in den ersten Minuten hinnehmen. Kreisläufer Steffan Helbig landete, ohne gegnerische Einwirkung, so unglücklich, dass er sich eine Verletzung an der Ferse zuzog und nur noch als Zuschauer das Spiel verfolgen konnte.

Mit 4:2 (14.)gingen die Gäste in Führung und drohten sich abzusetzen. Doch die Pirnaer kämpften sich ran und hielten das Spiel offen. (7:7; 8:8). Mit der Pausensirene brachte Tomas Pavlicek die Gastgeber dann noch mit 9:8 in Führung. Sechs der acht Pirnaer-Treffer in Halbzeit eins fielen durch Strafwürfe von Dusan Milicevic. Der Lok-Rückraum kam gegen den groß gewachsenen Block der Dessauer selten erfolgreich zum Abschluss und suchte daher die Lücken. Die Sachsen-Anhaltiner kamen oft zu spät oder verteidigten im „Kreis“.

Im zweiten Spielabschnitt verlor der HSV Lok den Faden. Im Angriff fanden Jiri Havlat & Co. kein Mittel gegen die Deckung der „Beavers“. Fünf mal in Folge war es Mario Percin der hinter sich greifen musste während seine Vorderleute nicht zum Erfolg kamen. Auch wenn es den Lok- Mannen einmal gelang die Abwehr der Dessauer zu überwinden fehlte doch das Glück . Torsten Schneider scheiterte allein zweimal am Aluminium. 14:8 hieß es nach 40 gespielten Minuten. Und erst durch, wer hätte es gedacht, einen 7-Meter konnte das erste Tor der zweiten Halbzeit von den mitgereisten Anhängern bejubelt werden. Doch die Mannschaft vom Dessauer Trainer Sven Liesegang lies diesem Erfolgserlebnis wieder drei Treffer folgen und auf der Anzeigetafel stand ein 17:9 (44.)

Auch im weiteren Verlauf der Partie fand das Team aus Pirna keinen Zugriff mehr aufs Spielgeschehen und konnte sich selbst nicht mehr in Schlagdistanz bringen. 26:16 war am Ende eine sicherlich zu hohe Niederlage. Nichts desto trotz war es eine verdiente.

Am kommen Samstag (15.02. um 19.30 Uhr) steht ein enorm wichtiges Spiel an. Dann trifft das Team von Lok-Trainer Petr Hazl, in der heimischen Sonnensteinarena auf den HC Aschersleben. Die „Alligators“ rangieren mit 13:27 Punkten zwei Zähler vor der HSV Lok Pirna Dresden auf dem 13. Tabellenplatz.

Lok: Percin, Michelsen; Möbius, Havlat (1),Brecko, Gaube (1), Milicevic (8/6), Helbig, Ultsch, Große (1/1), Schneider(3), Hartmann (2)