Spielbericht

Lok meldet sich zurück


Als kurz nach 21 Uhr die Schlussirene in der Sonnensteinarena ertönt ist die Erleichterung spürbar und die Erkenntnis erlangt – Sie können es noch!! Nach acht Niederlagen in Folge, darunter zwei knappe Spiele gegen Bernburg und Groß-Umstadt konnte der HSV Lok Pirna Dresden wieder ein Spiel für sich entscheiden. 26:18 (13:6) siegten die Mannen von Trainer Petr Hazl hochverdient gegen den HC Aschersleben. Jiri Boucek und Torsten „Toto“ Schneider waren mit 6 Treffern erfolgreichste Torschützen. Durch diesen wichtigen Erfolg konnte der Rückstand auf den HC aufgeholt werden. Mit 13:27 Punkten, und somit zwei Minuspunkten weniger stehen die Eisenbahner nun wieder auf dem 13. Rang.

Früh in der Partie stellte das Team um Jiri Boucek die Weichen für den ersten Sieg im Jahr 2014. Den Gästen aus Sachsen-Anhalt gelang es in den ersten acht Minuten nicht die Abwehr der Elbstädter zu überwinden. Eine stabile Deckung und ein überragender Mario Percin sorgten somit in der Anfangsphase der Begegnung dafür, dass ein 7:2 (14.) auf der Anzeigetafel aufleuchtete. „Wir haben Moral gezeigt, wir müssen weiter so arbeiten und für jeden Punkt kämpfen“ faste Regisseur Jiri Boucek, der nach seiner Fingerverletzung ein starkes Spiel machte, zusammen. Doch über den Kampf wurde dieses Spiel nicht entschieden. Vor allem im Angriff zog man den „Alligators“ spielerisch den Zahn und auch der Rückraum traf wieder. Bis auf sieben Treffer setze sich der HSV Lok in der Folge ab. Mit der Pausensirene markierte Dusan Milicevic den 13:6 Halbzeitstand.

Auch in der zweiten Hälfte wurden keine Zweifel am sechsten Heimsieg zugelassen. Nach dreißig gespielten Sekunden erhöhte Max Hartmann, der den verletzten Philipp Große ersetze und dabei eine starke Leistung bot, auf 14:6. Diesen Vorsprung konnten die gezähmten „Alligators“ nicht mehr gefährlich verringern. 18:12 (46.) und 20:14 (52.), enger ließen des die Pirnaer nicht werden und spielten sich immer wieder durch sehenswerte Kombinationen die nötigen Möglichkeiten heraus. Durch zwei Treffer von „Toto“ Schneider und Max Hartmann war der acht Tore Vorsprung wieder hergestellt. (22:14 53.) Am Ende konnten die Lok-Fans ein 26:18 Sieg bejubeln und weiter fest an den Klassenerhalt glauben. „Ich war motiviert und hab mich gefreut, dass Petr auf mich gesetzt hat. Das war heute eine gute Mannschaftsleistung“ so Max Hartmann nach der Partie.

Und in der Tat war es an diesem Samstagabend eine geschlossene Mannschaftsleistung, wo keiner durch einen Leistungsabfall auffiel. Auch Neuzugang Jiri Brecko reihte sich in seinem ersten Heimspiel im Lok-Trikot in diese Mannschaftsleistung ein. Die Maßnahmen der Verantwortlichen scheinen zu greifen, denn die Mannschaft spielte mit klaren Kopf und befreit auf. Dafür sorgte wohl auch das Mentaltraining von Katrin Füssel.

Am kommenden Wochenende sind diese Stärken wieder gefragt. Für den HSV Lok geht es am Sonntag (16:30 Uhr) nach Thüringen zum Gastspiel beim HSV Bad Blankenburg.

Am Rande der Partie wurde zudem bekannt dass Trainer Petr Hazl auch über diese Spielzeit hinaus beim HSV Lok Pirna Dresden auf der Bank sitzen wird. Der 42 jährige verlängerte seinen auslaufenden Vertrag um zwei Jahre.

Lok: Percin, Michelsen; Möbius (3), Brecko, Havlat (4), Gaube, Boucek (6), Milicevic (3/1), Ultsch (1), Schneider (6), Hartmann (3)

Fotos: Marko Förster