Spielbericht

Aufopferungsvoller Kampf nicht belohnt


Weiterhein im Abstiegskampf befinden sich die Handballer des HSV Lok Pirna Dresden. Nach dem Erfolg über Aschersleben (26:18) am vergangenen Samstag hatte man in fremder Halle wieder das Nachsehen. 23:19 (9:9) unterlag das Team von Lok-Trainer Petr Hazl dem HSV Bad Blankenburg aus Thüringen. Den ersten Rückschlag musste das Team bereits vor dem Anpfiff hinnehmen. Topscorer Dusan Milicevic konnte nicht mitwirken. Er hat mit den Folgen einer Fußverletzung zu kämpfen. Die „Alligators“ aus Aschersleben punkteten bereits am Freitag in Dessau und somit rutscht das Team aus Pirna wieder auf Rang 14 ab.

Als Christian Möbius mit der Halbzeitsirene zum 9:9 ausglich schien es als sei dies der Punkt gewesen in die Elbstädter den Gastgeber aus Thüringen verunsicherten. In einer hektischen und umkämpften ersten Spielhälfte konnte sich keiner absetzen. Die Pirnaer gingen mit 2:3 (13.) und 5:6 (19.) in Führung . Die Gastgeber egalisierten dies Führung aber und schienen davon zuziehen (9:7 ; 27.). Mit großem Kampf und einem wieder starken Mario Percin holten die Eisenbahner den Rückstand auf und glichen aus. So ging es mit einem Remis in die Halbzeitpause. Einziger und vielleicht entscheidender Faktor hinten heraus: Während die Gastgeber oft zu einfachen Toren auch aus dem Rückraum kamen mussten sich die Mannen um Jiri Boucek jedes Tor hart erkämpfen.

Der erste Treffer der zweiten Spielhälfte durch Jiri Boucek brachte wieder die Führung (9:10 31.) Doch in der Folge verpasste man es sich weiter abzusetzen. Die Thüringer verloren vorne viele Bälle und Mario Percin wehrte alles ab was zu halten war. Doch auch die Lok-Mannen zeigten vorne Nerven und konnten sich nicht absetzen. Stattdessen nutzen die Bad Blankenburger in der Folge die Fehler der Pirnaer aus. Als dann noch Lok-Kreisläufer Robert Ultsch die erste Zeitstrafe der Partie kassierte(37.) entglitt den Gästen aus Sachsen die Partie. Bis auf 16:14 konnten sich der HSV Bad Blankenburg absetzen. Doch aufgegeben hatte auf Pirnaer Seite noch niemand. Immer wieder wurde der Ball in der Abwehr erkämpft, auch in Unterzahl. Doch diesem aufopferungsvollen Kampf musste im Angriff Tribut gezollt werden. Viele leichte technische Fehler und Unkonzentriertheit verhinderten, dass man sich noch einmal ran kämpfen konnte. Auch die drei ersten Treffer des Neuzugangs Jiri Brecko und ein Treffer aus der Kategorie „Traumtor“ von Regisseur Jiri Boucek konnten daran nichts mehr ändern. 23:19 (9:9) mussten die Lok-Akteure sich am Ende geschlagen geben.

„Wir haben uns sehr viel vorgenommen und haben super gekämpft, doch am Ende hat vielleicht einfach die Kraft nicht gereicht“ zog Petr Hazl enttäuscht Bilanz.

Am kommenden Samstag (01.03.) steht das Derby in Dresden an. Um 19 Uhr trifft die Lok dann auf den HC Elbflorenz. Es sollte jeder verstanden haben worum es nun geht. Und wer für Lok die Daumen drückt sollte Farbe bekennen und sich auf den Weg nach Dresden. Die Mannschaft braucht eure Unterstützung.

Lok Pirna: Percin, Michelsen; Möbius (3), Brecko (3), Havlat, Gaube, Boucek (11/5), Helbig, Ultsch, Schneider (1), Hartmann (1)