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LOK BRAUST ZUM SIEG

SG Pirna Heidenau vs. NHV Concordia Delitzsch 30:22 (16:10)


Nun endlich der ersehnte erste Doppelpunktgewinn in dieser noch jungen Saison und damit eine Abkehr von der noch die Woche zuvor vom Manager in seinem Spielbericht bemühten „Tradition“ der verlorenen Spiele am Anfang der Serie. Nicht nur Uwe Heller, auch allen Lokfans und nicht zuletzt den Spielern und Funktionären fiel ein gewaltiger Stein nach dem Abpfiff des souverän und unaufgeregt agierenden Schiedsrichterteams Schiller/Niedtner vom Herzen. Und das gegen einen Gegner, der zwar mit identischer Bilanz aus den ersten beiden Spielen anreiste, aber gewiss mit ganz anderen Erwartungen als die Lok in die Saison gestartet war.

Unsere Mannschaft trat mit gehörigem Respekt, aber keineswegs ängstlich an. Wie sagte doch der Trainer vor dem Spiel zur Mannschaft: „Habt bei allem Ernst der Situation auch Freude am Spiel und zeigt was ihr könnt.“ Mit heißem Herzen und kühlem Verstand machten sich unsere Männer daran, den Gästen so wie gefordert zu zeigen, wer Herr im Hause ist. Die Deckung, vor einem bestens aufgelegten und vor allem in kritischen Situationen den Überblick bewahrenden Martin Dietze, präsentierte sich auf hohem Niveau und ließ den gegnerischen Angreifern nur wenig Raum zur Entfaltung.



Nach einer 10-minütigen Phase des Abtastens (2:2) begannen nun die Hausherren Nägel mit Köpfen auch im Angriff zu machen. Was besonders auffiel, die oft gescholtene rechte Seite mit „Hans“ Gavrilovic und Christian Möbius zeigte durchgängig ein couragiertes Angriffsspiel und strahlte Torgefahr aus, egal wo sie auftauchten. Dass der Gast nach dem Spiel meinte, man habe Spielern wie Christian Möbius zu wenig körperlichen Widerstand entgegengesetzt, geschenkt. Am Ende nutzte dieser die sich bietenden Gelegenheiten und zeigte, wozu er fähig ist. Fast 60 Prozent seiner Würfe fanden ihr Ziel. Hinzu kam, das eben unser Hans nicht nur aus dem Spiel heraus gefährlich war, er verwandelte souverän sämtliche dem ESV zugesprochenen Strafwürfe, 5 an der Zahl. Er kam auf eine Effektivität von 87%. Stark!

Doch damit war er nicht allein. Durch die Leistung der beiden verteilte sich die Last des Angriffes, machte den ESV unberechenbarer. Krzystof Kusal gestaltete nicht nur das Angriffsgeschehen in einer fairen Partie, auch er netzte bei 8 Würfen 7mal ein.

Dabei profitierten die genannten vom druckvollen Spiel eines Torsten Schneiders, Martin Durcek oder Miran Valincic. Übrigens, die beiden Letztgenannten auch mit überdurchschnittlichen Wurfquoten. So verwunderte es nicht, das Pirna zur Halbzeit mit 6 Toren in Führung lag. Nach dem Wiederanpfiff setzte sich bis zur 35. Minute das Geschehen wie zuvor gesehen fort. Doch Delitzsch wäre nicht Delitzsch, wenn sie sich nicht aufbäumen würden. In einer 10-minütigen Druckphase drängten die Gäste unsere Mannschaft, begünstigt durch einige Unkonzentriertheit, in die Defensive. Hier aber zeigte sich die Qualität der Mannschaft an diesem Tag. Nach einer durch Dusan Milicevic genommenen Auszeit straffte sich das Team und fand zu seiner Linie zurück. Am Ende standen ein in dieser Höhe verdienter Sieg unserer Männer und die Gewissheit, es geht doch!

Spielstatistik (PDF)
C. Dietze
(obere Reihe): C. Dietze
(untere Reihe): D. Trapp