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Wir fahren Achterbahn

Lok empfängt Tabellenletzten


Wenn man denkt, jetzt geht es endlich Bergauf, kommt wieder irgendein "Nackenschlag", der die Lok auf eine rasante Talfahrt schickt. So war es zum Beispiel das verlorene Selbstvertrauen in der zweiten Hälfte in Aschersleben und die daraus resultierende, schalende Ohrfeige namens Niederlage. Erste Halbzeit hieß es noch jubeln und hoffen, während man in der zweiten Hälfte seinen Augen nicht mehr trauen konnte und einfach nur heulen wollte. Ständiger, bremsender Klotz in den bisherigen absolvierten Partien, ist die Chancenverwertung. Gefühlt von jetzt auf gleich, treffen die Eisenbahner das gegnerische Tor nicht mehr und ganze Spiele kippen auf einmal zugunsten der Gegner. So fahren die Gefühle der Pirnaer Fans, bei jedem Match im wahrsten Sinne des Wortes "Achterbahn".
Die "Mitteldeutsche Zeitung" ging nach der Partie im Ballhaus bei der Fehleranalyse sogar noch einen Schritt weiter und schrieb - "Gegen die SG Pirna/Heidenau hat der HCA aber einen völlig verdienten Sieg eingefahren, weil er einfach viel mehr als Mannschaft aufgetreten ist. Einige Spieler der Gäste wirkten sehr auf ihre eigenen Statistiken beschränkt". Das wollen wir aber so nicht stehen lassen. Jeder Einzelne versucht den Karren aus dem Dreck zu ziehen und dabei wird verkrampft und vielleicht auch das entscheidende Zusammenspiel vergessen, aber es steht immer ein Eisenbahner Team auf der Platte.


Wieso, weshalb, warum? Auch Miran ist sprachlos.


Dieser Teamgeist ist dieses Wochenende umso mehr gefragt. Mit "Hans" Gavrilovic fällt definitiv ein entscheidender Angriffsspieler auf Grund von Problemen mit der Achillessehne aus und auch Benas Vaicekauskas wird wohl noch pausieren müssen. Des weiteren stehen große Fragezeichen hinter Krzysztof Filip Kusal und Christian Möbius und somit schrumpft der Pirnaer Kader auf eine besorgniserregende Anzahl zusammen.
Das heißt Lücken schließen und für einige junge Spieler ganz viel Verantwortung übernehmen und mit dem Wurf in das kalte Wasser, sofort schwimmen. Es gilt ganz schnell mit den Aufgaben zu wachsen, vielleicht fehlende Erfahrung und Spielpraxis mit unbändigen Willen und Einsatz wegzumachen. Der Gast am Samstag in der "Hölle-Ost" wird auf jeden Fall um jeden Zentimeter auf der Platte kämpfen, denn als punktloser Tabellenletzter steht der HC Einheit Plauen unter Zugzwang. Die Truppe um den Kreisläufer und ehemaligen Lok-Spieler Martin Danowski wird alles in die Waagschale werfen um gegen unsere Eisenbahner zu Punkten. Der insgesamt beachtliche Auftritt gegen das Perspektivteam aus Dresden, trotz der vermeintlich hohen Niederlage der Spitzenstädter, sollte zudem als Warnung wahrgenommen werden und zu vollster Konzentration und Engagement auf Seiten der Lok-Jungs führen.

Es ist also wieder einmal für 60 Minuten Spannung und Achterbahnfahrt gesorgt. Feuer frei für Heimspiel-Atmosphäre und "O'zapft is" heißt es noch für das Publikum in der Halle. Brezeln, Weißbier und Weißwurst gehören an diesem Abend genauso dazu, wie die Möglichkeit vergünstigt Eintrittskarten zu erhalten. Aber das wirklich entscheidende ist der Erfolg für das Team um Kapitän Toto Schneider und so bleibt uns nur noch zu sagen - Also Lok, auf geht's in die Wildnis zur Jagd.