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Favoriten bezwungen

SG Pirna Heidenau vs. HC Burgenland 27:24 (11:11)


Noch vor wenigen Wochen hätten nur die wenigsten der vielen Fans unserer Mannschaft eine Leistung wie die gestrige zugetraut. Mit riesengroßem Kampf und unbändigem Willen wurde der Tabellenzweite aus Naumburg besiegt. Klar, es fehlten denen einige verletzte Spieler bei den Gästen, mindern soll es die Bedeutung des Sieges in keinem Falle. Denn auch bei den Eisenbahnern gab es noch einiges zu bemängeln.

Von Beginn an entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe, bei der zunächst die Gäste meist das bessere Händchen hatten. Doch als sich dann die Pirnaer Defensive besser auf das schnelle Spiel der Burgenländer eingestellt hatten konnte die SG in der 22. Minute erstmals in Führung gehen. Das 8:7 war das erste von insgesamt acht Toren von Krzystof Kusal. Er konnte dem Spiel vor allem in der zweiten Halbzeit seinen Stempel aufdrücken. Doch wer dachte das es ab sofort so weiter gehen würde sah sich getäuscht. Burgenland konnte bis zur Pause jede Pirnaer Führung wieder ausgleichen. Schon da deutete sich an dass in dieser Partie am Ende Kleinigkeiten entscheiden würden.



Mit Anpfiff zur zweiten Hälfte das gleiche Spiel. Die Führung wechselte stets hin und her. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Was auffiel war das mit der Verletzung von Michael Galia, dem Gästetorhüter, die Würfe der Eisenbahner nun leichter den Ball ins Netz fanden. Zu groß schien der Respekt vor dem ehemaligen Pirnaer zuvor stellenweise zu sein. Und nun zogen die Milicevic Schützlinge das Tempo noch einmal an. Burgenland konnte maximal noch ausgleichen, gelangte selbst nicht mehr in Führung. Und spätestens jetzt stand die Halle Kopf. Die letzten Zweifler merkten, das hier und heute etwas gehen kann. Angetrieben von den euphorischen Fans gelang es in den letzten beiden Spielminuten nur noch unserem Team den Ball im Netz zu versenken. Schlusspfiff, Jubel auf der einen Enttäuschung auf der anderen Seite. So ist Sport nun mal. Und fairerweise sollte man dann auch akzeptieren das der andere besser oder vielleicht auch glücklicher war. Leider konnte das nicht jeder der Anwesenden tun, denn egal wie ein Spiel gelaufen ist sollte man sich doch danach die Hände geben. Denn es ist eben nur ein Spiel. Nicht mehr und auch nicht weniger.

Nun reisen unsere Eisenbahner kommende Woche nach Dresden zum dortigen HC Elbflorenz. Nach der gestrigen Leistung und Platz 6 sollten doch wieder jede Menge Fans unseres Teams den Weg in die Ballsportarena finden. Wir freuen uns darauf!

Spielstatistik (PDF)
U. Heller
Hatzi (obere Reihe)
M. Förster (untere Reihe)