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Belohnung bleibt aus

SV Plauen Oberlosa vs. SG Pirna Heidenau 21:20 (8:8)


Alles gegeben und doch steht man mit leeren Händen da. So lautet das Fazit der Partie beim Tabellenzweiten aus Oberlosa. Schade, denn trotz einiger Widrigkeiten war mindestens ein Punkt drin. Es sollte aber nicht sein.

Das Spiel dominierten in der Anfangsphase beide Abwehrreihen und deren starke Torhüter. Hochkonzentriert gelang es den Eisenbahnern immer wieder in Führung zu gehen, welche postwendend ausgeglichenen wurde. Dusan Milicevic hatte seinen Schützlingen mit auf den Weg gegeben die Angriffe geduldig bis zur Chance auszuspielen, um die Plauener Stärke, erste und zweite Welle, nicht zum Tragen kommen zu lassen.

Leider verletze sich Miran Valincic schon nach acht Minuten so schwer, das er nicht mehr ins Geschehen eingreifen konnte. Damit fehlte den Eisenbahnern natürlich eine Option im Angriff, was sich im Laufe des Spiels noch bemerkbar machen würde. Wir drücken ihm beide Daumen das er sich im Laufe der Woche wieder erholt und gegen Köthen wieder auf der Platte stehen kann. Trotz allem ging der Plan des Trainers bis zur Halbzeitpause auf, als sich die Teams mit einem 8:8 in die Kabinen verabschiedeten.



Sofort nach Wiederanfang legten die Gastgeber einen Zahn zu und konnten sich nach 40 Minuten einer drei Tore Führung erfreuen. Bedingt wurde diese durch nun schnelle Tore, die Oberlosa vor allem Denny Mertig zu verdanken hatte, der dem Spiel in überragender Manier seinen Stempel aufdrückte. Ursache für die Ballverluste beziehungsweise Fehlwürfe war dabei, das die Unparteiischen schon nach jeweils 20 gespielten Sekunden im Angriff der Eisenbahner den Arm zum Zeichen des Zeitspieles hoben. Das führte zum Teil zu überhasteten Abschlüssen die in Gegentore mündeten.

Doch wer nun dachte der Drops sei gelutscht, sah sich getäuscht. Tor um Tor holten die nun wieder besser ins Spiel findenden Pirnaer auf und gerieten wieder in Schlagdistanz. Die Partie wurde hektischer, eine Phase in der alle Akteure, auch die jungen Unparteiischen ihre Linie verloren. Es kam zu teils sehr umstrittenen Entscheidungen, was den Unmut des zahlreich angereisten Anhangs der Eisenbahner überhaupt nicht gefiel. Und am Ende braucht man vielleicht auch ein bisschen Glück um so ein Spiel erfolgreich zu gestalten. Das hatten wir nicht, auch weil zum Teil glasklare Möglichkeiten liegen gelassen wurden. So gewann am Ende das glücklichere Team, nicht unbedingt das bessere. Aber so ist es eben. Wenn du oben stehst, trifft sich manche Entscheidung leichter und über mangelndes Selbstvertrauen brauchen sich die Oberlosaer sicher auch nicht zu beschweren. Und dann bekommst du vielleicht auch noch die eine oder andere Entscheidung zu deinen Gunsten geregelt. Das und die Tatsache, das es unserer Mannschaft zur Zeit kaum möglich ist gemeinsam zu trainieren, sind einige, wenn auch nicht alle Gründe für diese bittere und eigentlich auch unverdiente Niederlage.

Die Leistung aber, vor allem auf kämpferischer Linie war aller Ehren wert. Mit Stolz und etwas Wut im Bauch werden sich die Milicevic-Schützlinge in das Training begeben, um im Spiel gegen die HG Köthen einen würdigen Schlusspunkt unter das Spieljahr zu setzen.

Für einen würdigen Rahmen wird gesorgt sein. Es gibt Glühwein und Bratwurst, sowie Plätzchen, die die Spieler der Ersten mit einer Abordnung an Nachwuchsspielern backen werden. Der Erlös vom Plätzchenverkauf kommt dem gesamten Verein zu Gute.

Spielstatistik (PDF)
U. Heller
D. Wünsche