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Ein Derby hat
seine eigenen Gesetze

Die Spiele gegen Freiberg sind immer etwas besonderes


Noch einmal Glückwunsch zum doppelten Punktgewinn, es ist nun nach Delitzsch und Plauen der dritte Auswärtssieg in Folge. Die ersten 24. Minuten der Partie verlief allerdings alles andere als geplant, doch dann kam die Lok langsam in Fahrt. Hattet ihr Euch das Spiel in Zwickau so kompliziert vorgestellt?
PHILIPP: Danke natürlich erst einmal für die Glückwünsche! Uns war bewusst, dass es alles andere als einfach wird, in Zwickau zu gewinnen, auch wenn es auf dem Papier eigentlich ein Pflichtsieg war. Immerhin stand der Gegner mit dem Rücken zur Wand, das setzt noch einmal zusätzliche Kräfte frei. Aber wir haben uns die gesamte Woche auf eben diese Situation vorbereitet und uns klar gemacht, dass wir alles geben müssen, um beide Punkte mit nach Hause zu nehmen, was nach dem mehr als holprigen Start dann am Ende zum Glück auch geklappt hat.
Es gab in der Partie eine ganz kuriose Szene. Du konntest den Ball bei einem Angriff der Gastgeber nicht abfangen und warst eigentlich geschlagen, aber statt den Weg ins Tor zu finden, sprang der Ball vom einen Pfosten zum anderen Pfosten und wieder zurück zum anderen, eh Du in sichern konntest. Was geht einem Torhüter da durch den Kopf?
PHILIPP: Um ehrlich zu sein weiß ich das gar nicht mehr genau, ich hatte den Ball auch erst einmal aus den Augen verloren, bevor ich dann realisiert habe, dass er noch nicht ins Tor gelangt war 😅. Als ich ihn dann aber auf der Linie hab hin und her rollen sehen, ging es selbstverständlich nur noch darum, ihn so schnell wie möglich in die Hände zu bekommen, nicht, dass er doch noch irgendwie ins Tor rollt.




Am Samstag empfangt ihr nun die HSG Freiberg zum Sachsenderby und das in der heimischen "Hölle-Ost". Liegt da innerhalb der Mannschaft eine ganz besondere Stimmung in der Luft?
PHILIPP: Ja, auf jeden Fall. Die Spiele gegen Freiberg sind immer etwas ganz besonderes für uns! Wir wissen natürlich alle, dass das kein normales Spiel sein wird und wir werden uns diese Woche im Training bestmöglich auf dieses Erlebnis vorbereiten, um am Ende hoffentlich mit einem Derbysieg von der Platte zu gehen.
Wie schätzt Du die Chancen von Euch gegen das Team aus der Bergstadt ein? Vor allem wenn man weiß, das dieser Gegner die Favoriten Oberlosa und Elblorenz bezwungen hat?
PHILIPP: Natürlich ist es nicht zu verachten, dass Freiberg eben diese beiden Mannschaften geschlagen hat, aber ich finde in so einem Derby spielt das dann keine Rolle mehr; da kommt es dann auf Kleinigkeiten an, wer gewinnt. Man sagt ja nicht umsonst, dass Derbys immer ihre eigenen Gesetze schreiben 😉.
Hast Du vor dem Spiel eigentlich ein bestimmtes Ritual, welches Glück bringen soll?
PHILIPP: Ich tape mir jedes Mal vor der Erwärmung beide Handgelenke und ziehe dann vor dem Spiel immer das gleiche Shirt unter mein Trikot.



C. Friedrich
C. Dietze