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Trauer, Emotionen
und ein Sachsenderby

SG Pirna Heidenau vs. HSG Freiberg. 22:25 (15:13)


Im Vorspiel des Sachsenderby standen sich in einem Freundschaftsspiel die Mini-Handballer beider Vereine gegenüber. Das Ergebnis in diesem Spiel war zweitrangig, der Spaß war der entscheidende Faktor. Als Highlight durften die Nachwuchs-Handballer dann die jeweiligen Oberligaspieler auf das Feld begleiten.



Nach den Minis wurde es dann verdammt emotional. Gleich nach dem Anpfiff wurde die Partie wieder unterbrochen. Unsere langjährige Mitstreiterin im Rückraum-Team, unsere Jana Krupa, war am Samstagmorgen einer langen und schweren Krankheit erlegen. Die Eisenbahner und alle anwesenden Zuschauer gedachten ihr mit einer Schweigeminute.

Danach folgte sogleich das Kontrastprogramm. Das Sachsenderby versprühte seinen Zauber. Es wurde stimmungsvoll und laut. Vor prächtiger Kulisse erwischten die Hausherren den besseren Start. Leider musste Hans Gavrilovic schon nach 5 Minuten verletzungsbedingt passen. Damit fehlte unseren Jungs einer der erfahrensten Spieler und mit seinem ausscheiden die Torgefährlichkeit von der rechten Seite. Ein Makel, der sich am Ende mit als spielentscheidend erweisen sollte. Trotz allem lief der Pirnaer Angriff zu Beginn auf Hochtouren. Als Torhüter Benas Vaicekauskas nach 12 Minuten zum 7:5 ins verwaiste Tor der Freiberger traf schien die Partie ihren Lauf zu nehmen. Doch die Gäste konnten schnell wieder ausgleichen und selbst in Führung gehen. Die kurze Schwächephase der Milicevic Schützlinge nutzten sie konsequent aus. Zeit für unseren Trainer seine erste Auszeit zu nehmen. Diese zeigte sofort Wirkung, die erneute Führung gelang. Zum Pausenpfiff konnte so eine zwei Tore Führung konstatiert werden.



Anpfiff zur zweiten Hälfte, selbes Szenarium wie in Durchgang eins. Doch bereits fünf Minuten später war den Freibergern der erneute Ausgleich gelungen. Pirna spielte zu diesem Zeitpunkt in zweifacher Unterzahl. Toto Schneider hatte gerade seine zweite Strafe bekommen, es sollte nicht seine letzte sein. Überhaupt sorgten einige Entscheidungen der beiden jungen Unparteiischen für Kopfschütteln auf beiden Seiten. Am Ende standen 12 Zeitstrafen und 8 gelbe Karten zu Buche. Viel zu viel in einem an sich fairen Spiel.

Nun brach die Zeit der Freiberger an. Der immer wieder clever agierende Routinier Alexander Matschos erzielte einige sogenannte einfache Tore aus dem Rückraum während den Eisenbahnern so langsam der Sprit ausging. Endgültig besiegelt wurde die sich anbahnende Niederlage mit der dritten Zeitstrafe für Toto Schneider. Damit fehlte im Angriff eine weitere Alternative. Aufgegeben haben unsere Jungs trotz aller Widrigkeiten nicht, allein es war nicht mehr möglich. So gab es am Ende eine Niederlage gegen die Mannschaft der Stunde zu verzeichnen. Kein Beinbruch, aber man muss ehrlich anerkennen das ein Sieg wohl nur bei Ausschöpfung aller Reserven möglich gewesen wäre.

Kommende Woche steht ein Besuch beim Tabellennachbarn in Jena an. Da es zuletzt auswärts besser lief als zu Hause rechnen sich die Eisenbahner auch dort etwas aus. Es bleibt aber abzuwarten welcherart die Verletzung von Hans ist und ob ein Einsatz für ihn möglich ist.

Spielstatistik (PDF)
U. Heller
G. Neumann (obere Reihe)
Hatzi (untere Reihe)