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Ne, das machen die
nicht wirklich

Mit geiler Kombination zum Sieg


Die erste Frage möchten wir Peer Graffunder stellen. Du bist seit einigen Monaten der Neue bei der Lok. Kannst Du Dich einmal kurz vorstellen? Wo hast Du vorher gespielt? Wieso hat es Dich nach Pirna verschlagen?

PEER: Zunächst möchte ich mich bei allen Beteiligten, sowohl Mannschaft und Trainerteam, als auch Vereinsverantwortlichen, bedanken, dass ich so gut aufgenommen wurde. Zuletzt war ich auch schon Eisenbahner, allerdings in Dresden beim ESV. Kurz nach Beginn der Saison bekam ich von Toto, den ich vorher privat schon kannte, eine Nachricht und er stellte mir die Frage, ob ich nicht Lust hätte, die Lok beim Training etwas zu unterstützen, da zu dem Zeitpunkt die Trainingsbedingungen aufgrund von Krankheit und Verletzungen nicht optimal waren. Da mich meine Freundin bei dem Vorhaben super unterstützt, wurde aus Trainingsunterstützung ein Platz auf der Spielerbank. Als positiver Nebeneffekt kam dazu, dass ich dadurch regelmäßig auf unserer Baustelle vorbei gucken kann, denn ab Mitte des Jahres ziehen wir nach Pirna.


Nun liegt ein stimmungsvolles und emotionales Sachsenderby mit prächtiger Kulisse hinter uns. Welche Derbys hattet ihr mit euren früheren Vereinen? Ging es da auch immer so emotional her?

PEER: Derbys sind immer etwas besonderes. Als ich damals in Wittenberg gespielt habe, hatten wir sogar ein Stadtderby, da waren über 800 Zuschauer in der Halle. Trotzdem habe ich die Stimmung am Wochenende in unserer "Hölle Ost" als noch heißer erlebt. Es war wirklich ein besonderes Erlebnis, was ich noch lange in Erinnerung halten werde.
BENAS: Mit den Klaipėdos Dragūnas hatten wir nie sogenannte Derbys, dafür aber stets wichtige Entscheidungsspiele.







Wenn man von einer ganzen Halle nach vorne gepeitscht wird, verleiht Euch das zusätzliche Kräfte oder ist man so konzentriert, dass man es während des Spiel gar nicht richtig wahrnimmt?

PEER: Ich konnte leider Aufgrund eines zu vollen Kaders nicht direkt am Spielgeschehen teilnehmen. Dadurch konnte ich aber die Stimmung und das Publikum etwas besser beobachten. Es ist toll zu sehen, wie die Zuschauer richtig mit uns mitfiebern und versuchen, alles zu geben, um uns den entscheidenden Schritt schneller zu machen.
BENAS: Ich bin definitiv der konzentrierte Typ. Während des Spiels nehme ich das Publikum nicht wirklich wahr, aber wenn ich dann auf der Bank sitze, bekomme ich die unglaubliche Stimmung mit und wie die Halle hinter uns steht. Wir haben die besten Fans in dieser Liga.


Die Reise geht dieses Wochenende nach Jena. Ein Team was langfristig auch höhere Ziele hat, aber aktuell in der Tabelle Euch direkt im Nacken sitzt. Hält die Siegesserie auf fremden Parkett auch hier weiterhin an? Weil im Jahr 2019 seid ihr in der Fremde ungeschlagen.

PEER: Natürlich wollen wir auch aus Jena nicht mit leeren Händen zurück kommen. Aber wir wissen alle, was für eine Stärke und Potential in dieser Mannschaft steckt. Allgemein ist die Liga unheimlich ausgeglichen. Jedes Spiel ist wichtig und jeder Punkt kann entscheidend sein. Gerade deswegen hoffen wir, dass uns unsere Auswärtsstärke auch am Wochenende erhalten bleibt.
BENAS: Wir wollen immer gewinnen, egal ob auswärts oder zu Hause.


Im Hinspiel setzten Hans und Toto mit einem Kempa-Trick den Schlusspunkt gegen Jena und zugleich sorgten Sie für Extase bei den Fans. Wie hattet ihr den Moment erlebt?

PEER: Ich war noch sehr neu im Team, wusste aber, welcher Spielzug in der letzten Auszeit angesagt wurde und welche Optionen es gibt. Als Hans dann aus relativ spitzem Winkel abgesprungen ist, dachte ich nur "Ne, das machen die jetzt nicht wirklich?!". Als Toto dann aber getroffen hat, kannte die Freude keine Grenzen, vor allem, weil wir in der zweiten Halbzeit schon mit vier Toren hinten lagen.
BENAS: Das war eine verdammt geile Kombination und hat zu dem Zeitpunkt auch gezeigt, dass wir "Eier" haben ;-), weil in der letzten Minute so einen Angriff durchzuziehen, ist bärenstark.


Benas, eine Frage an Dich. Wie groß ist eigentlich der Unterschied zwischen der ersten litauischen Liga und der Mitteldeutschen Oberliga?

BENAS: Ein gravierender Unterschied ist, das es in Deutschland mehr individuelle, starke Spieler gibt. Die können am Ende auch ein ganzes Spiel entscheiden, während in Litauen wesentlich mehr als Team agiert werden muss.


Frage zum Abschluss. Habt ihr ein bestimmtes Ritual vor dem Spiel was Glück bringen soll?

PEER: Nein, von sowas halte ich nicht viel. Aber ich find es immer sehr spannend, die anderen bei ihren Ritualen zu beobachten.
BENAS: Ich bin ein Koffein-Junkie ;-). Deshalb trinke ich vor jedem Spiel Kaffee, als glücksbringendes Ritual und Wachmacher :-)






C. Friedrich