Spielbericht

Dritter Heimsieg in Folge für HSV Lok Pirna Dresden


Es war eine angespannte Stimmung in der „Sonnenstein-Arena“ als Jiri Boucek um 19:30 Uhr das Team der HSV Lok Pirna Dresden aufs Spielfeld führte. Das Debakel aus Ascherschleben (15:28) spielte hierbei wohl eine große Rolle. Der Gegner war der Aufsteiger aus Bad Blankenburg, welcher mit einigen Verletzungssorgen an die Elbe reisten. Die rund 300 Zuschauer sahen wieder einmal eine starke Mannschaftsleistung und konnten nach Ablauf der Spielzeit einen deutlichen und verdienten 28:20 (13:13) Sieg feiern. „Die Jungs haben klasse gekämpft und haben sich nichts von letzter Woche anmerken lassen“ stellte auch Lok-Trainer Hazl nach Spielende fest.

Direkt zu Spielbeginn waren die Zuschauer da und zeigten wieso Pirna eine solche Heimstärke aufweist. Als der Bad Blankenburger Michal Mrozek von der 7-Meter Markierung scheiterte und die Lok durch Boucek und Milicevic 2:0 (2.) in Führung ging, war die bekannte gute Stimmung, trotz geringer Zuschauerzahl, in heimischer Halle hergestellt. Die erste Spielhälfte verlief wenig spektakulär. Beide Teams boten einen offenen Schlagabtausch, bei welche sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Beim Stand von 4:7 (15.) schien die Mannschaft von Petr Hazl etwas den Faden zu verlieren. Doch der Pirnaer Coach nahm zu diesem Zeitpunkt seine Auszeit und stimmte sein Team neu ein. Mit einer starken Abwehrleistung und einem guten Mario Percin wurde der Rückstand egalisiert (8:8 22.) Mit einem sehenswerten Heber brachte der zehnfache Torschütze Dusan Milicevic die Elbstäder vor der Pause sogar noch einmal mit 12:10 (27.) in Front. Die Führung konnte das Team allerdings nicht in die Kabine retten und so stand es nach 30 Minuten 13:13.

Die Pirnaer erwischten den besseren Start in die zweite Spielhälfte und konnten sich nach einen Rückraumtreffer von Christian Möbius erstmals auf 3 Tore absetzen (18:15 38.) Trainer Petr Hazl lobte die rechte Seite mit Möbius und den fünffachen Torschützen Philipp Große nach Spielende: „Möbi hat wieder einen Schritt nach vorne gemacht vor allem im Rückzugsverhalten. Wir sind im Vergleich zum letzten Jahr auch über die rechte Seite gefährlich. Philipp hat heute sehr sicher getroffen.“ Dann sollte die Stunde der Pirnaer Deckung und vor allem des Mannes zwischen den Pfosten, Mario Percin, schlagen. Zwischen der 36. und 45. Minute kassierten die heimstarken Pirnaer keinen Gegentreffer. Die Gäste aus Bad Blankenburg bissen sich an der Deckung der Elbstädter die Zähne aus. Wenn es doch ein Durchkommen gab scheiterte die Mannschaft von Trainer Frank Ihl an Lok-Schlussmann Percin. Der 34-jährige entschärfte in der zweiten Spielhälfte über 50 Prozent der Würfe, darunter drei 7-Meter der, über weite Strecken der zweiten Hälfte, hilflosen Gäste. Auch in Unterzahl stand bei der HSV Lok Pirna Dresden die Deckung stabil und Percin kassierte keinen Gegentreffer. „Wir haben vorne die Angriffe diszipliniert und lange ausgespielt“ lobte der Lok-Trainer, Petr Hazl nach dem Spiel auch die Offensive. Dieses konzentrierte Offensivspiel zeigten Große, Boucek und Co. vor allem in dieser Phase des Spiels. So wurde die Führung, mit sehenswerten Kombinationen, bis auf 8 Tore ausgebaut. (23:15 45.) Bei diesem Vorsprung blieb es dann auch bis zur Schlusssirene. Ein deutlicher 28:20 (13:13) Sieg und somit der dritte Heimerfolg in Serie bedeuten für die Lok aus Pirna nun ein ausgeglichenes Punktekonto (7:7). In heimischer Halle bleibt die HSV Lok Pirna Dresden also weiter ungeschlagen. Kreisläufer Robert Ultsch stellte die Gründe für die Heimstärke noch einmal heraus „ Heute haben wir wieder gezeigt dass mit diesen tollen Zuschauern im Rücken viel machbar ist!“ Doch in der Zukunft sollen auch Auswärts die Punkte her. „Wir spielen für das Publikum und die Stadt, mit 7:1 Punkten sind wir Zuhause bisher ungeschlagen. Diese Leistung wollen wir jetzt auch Auswärts zeigen“ so Lok- Keeper Morten Michelsen nach dem Abpfiff.

Dieses Vorhaben soll am besten schon in der nächsten Woche umgesetzt werden. Dann trift die Lok am Samstag in Wallau an.

Lok Pirna : Percin, Michelsen; Möbius (2), Havlat (3), Gaube (n.e.), Boucek (7), Milicevic (10/4), Helbig, Ultsch, Große (5), Schneider (1) Hartmann (n.e.)