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Wir sind in einer
guten Verfassung

Interview mit Niklas Waller und Louis Böhm


Nach einer holprigen ersten Hälfte, konnte am Ende doch endlich der so wichtige Heimsieg gefeiert werden. Wie groß war die Erleichterung bei Euch, den viel besagten "Heimfluch" besiegt zu haben?

NIKLAS: Grüß dich erstmal ;-) Ich denke man hat gesehen, dass vor dem Spiel eine ganze Menge Anspannung innerhalb der Mannschaft vorhanden war. Wir waren uns bewusst, dass es langsam mal wieder Zeit wird für einen Heimsieg und wollten auch unseren Fans endlich mal wieder ein Erfolgserlebnis in eigener Halle schenken. Somit agierten wir zu Beginn der Partie etwas aufgeregt und unkonzentriert, was sich aber im Laufe des Spiels änderte. Wir haben dann eine solide Deckung gespielt und hatten mit Philipp dann auch einen bärenstarken Rückhalt im Tor, der auch eine großen Anteil am Heimsieg hatte.

LOUIS: Es war für die Moral der Mannschaft verdammt wichtig, dass wir nach langer Zeit mal wieder Zuhause gepunktet haben. Wir waren es aber auch den Fans schuldig, welche uns Woche für Woche tatkräftig unterstützen.


Niklas, vor dem Spiel konnte man sehen, wie Du kurz vor dem "Warm Up" in deiner Uniform durch den Eingangsbereich schnell in die Kabine huschtest. Du bist Justizvollzugsbeamter in Ausbildung? Heißt das Du schließt die Schwerverbrecher weg?

NIKLAS: Ja, momentan mache ich eine zweijährige Ausbildung zum Justizvollzugsbeamten in der JVA Dresden. Dort arbeite ich täglich mit Straftätern und Untersuchungsgefangenen und bin für diese auch verantwortlich.


Studierst Du eigentlich noch, Louis?

LOUIS: Tatsächlich studiere ich nicht mehr, sondern absolviere eine Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann bei einem Unternehmen, welches in Dresden unteranderem die Messe "KarriereStart" organisiert.






Wie Anstrengend ist für Euch der Spagat zwischen Ausbildung und Handball?

NIKLAS: Momentan ist es manchmal sehr schwierig für mich Beides unter einen Hut zu bekommen: Manchmal habe ich Wochen dabei, in denen ich gar nicht zum Training gehen kann auf Grund der Spätschicht. Auch meine Wochenenddienste sind immer ein Wettlauf gegen die Zeit - schaffe ich es nach dem 10-Stunden-Dienst auch wirklich pünktlich zum Anwurf? Aber im Großen und Ganzen ist alles gut so wie es momentan läuft, da kann man auch über die Sticheleien von den Anderen hinwegsehen, die mich nach einer verpassten Trainingswoche immer mit „Frohes Neues“ begrüßen. 😉

LOUIS: Es ist zeitlich manchmal nicht so leicht, von der Arbeit direkt zum Training rennen zu müssen, aber der Handball ist da wiederum ein guter Ausgleich zum Arbeitsalltag.


Am Wochenende geht es nach Naumburg zum HC Burgenland. Das waren in der Regel immer sehr emotionale Spiele, diesen Samstag auch wieder?

NIKLAS: Natürlich, die Duelle gegen den HC Burgenland sind immer was besonderes, sie sind meist geprägt von Härte und Kampf. Auch diesen Samstag wird es ein schweres Spiel werden. Dennoch denke ich, dass wir momentan in einer sehr guten Verfassung sind und das wir einen Sieg mit nach Pirna zurücknehmen können.

LOUIS: Sicherlich. Burgenland ist kein leichter Gegner und vor allem nach der Niederlage gegen Elbflorenz wird der HCB uns sicherlich nicht kampflos die Punkte schenken.


Euer Tipp für die Partie? Auswärtssieg für die Lok?

NIKLAS: Wenn ich mich jetzt auf einen Endstand festlegen müsste, wäre es sicherlich ein 21:24-Auswärtserfolg für uns.

LOUIS: Es wird für uns ein schwieriges Spiel, welches wir nur durch eine disziplinierte und agresssive Abwehrleistung, sowie einen effektiven Angriff gewinnen können. Wir müssen als Team agieren, so können wir den Sieg defenitiv einfahren.






C. Friedrich
D. Wünsche

Stammzellspender