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Der heilige Krieg

Interview mit Krzysztof Filip Kusal


Krzysztof, was macht dein Fuss? Kannst du schmerzfrei spielen?

KRZYSZTOF: Da kann ich leider nichts positives drauf antworten. Ich kämpfe leider immer noch bei jedem Training mit meiner Verletzung. Seitlich laufen, Körpertäuschung, springen, alles ist mit schmerzen verbunden. Deshalb habe ich Ende Mai, wenn die Saison vorbei ist, einen OP-Termin. Ich hoffe das damit dieses Problem dann endlich gelöst wird.


Wie sehr hat es dich eigentlich geärgert wegen der Verletzung nur zuschauen zu können?

KRZYSZTOF: Es war bitter für mich, zum zuschauen verbannt zu sein. Das Risiko einer Verletzung ist zwar immer da, im Training wie im Punktspiel, aber trotzdem gibt man immer Vollgas. Wenn dann aber zwei 90kg-Männer in voller Bewegung zusammenstoßen, passiert manchmal auch etwas Ungeplantes, so wie meine ärgerliche Fußverletzung. Plötzlich bist du halt nur noch Zuschauer und kannst die Daumen drücken. Da ist auf einmal nur noch Geduld gefragt, weil jede Belastung die zu früh kommt, wäre ein großer Schritt zurück.






Der Blick auf die aktuelle Tabelle erfreut momentan jeden Eisenbahner Fan. Sechster Tabellenplatz, ist man da im Team schon ein bisschen Stolz auf das bisher erreichte, vor allem bei dem dauernden Verletzungspech ?

KRZYSZTOF: Der Blick auf die Tabelle ist aktuell einfach nur grandios. Wenn man überlegt, wir hätten eins, zwei Spiele nicht so unglücklich verloren, da wären wir ganz Oben dabei. Die Euphorie in der Mannschaft ist momentan auch gewaltig, wir können so auf jeden Fall noch für eine Überraschung sorgen.


Die Menschen in deinem Heimatland Polen sind verdammt sportbegeistert. Stimmt es, das Derbys, egal ob im Fussball, Eishockey oder auch Handball, eine ganz besondere Bedeutung haben?

KRZYSZTOF: Ein Derby, egal in welcher Sportart, ist in Polen etwas ganz besonderes. Ich bin mit dem bedeutensten Derby, was es in Polen gibt Groß geworden. Es ist der "Heilige Krieg" im Handball, 60 Minuten heißt es da "ab durch die Hölle" oder einfacher gesagt - KIELCE gegen PŁOCK. Dabei geht es um Prestig und Respekt. Jeder Derbysieg ist dabei wertvoller als der Gewinn der Champions Leauge.


Diesen Samstag steht das Derby gegen Dresden an. Was kann man gegen den Tabellenführer erwarten?

KRZYSZTOF: Ich freue mich auf das Derby gegen Dresden, was man erwarten kann? Wir haben erst einmal Respekt vor dem Team, weil Sie sind nicht umsonst Tabellenführer und Sie wissen mit hervorragenden Rückraumspielern zu überzeugen. Ich erwarte einen richtigen Kampf am Samstag, wenn nicht gar einen "Handballkrieg", aber wir sind bereit. Wir wollen dem Team aus Elbflorenz unbedingt ein "Bein stellen" und wenn das in unserer eigenen Halle noch gelingen würde, wäre dass das Optimum. Dazu müssen wir aber die Partie hochkonzantriert angehen, von der ersten, bis zur letzten Minute. Dafür werden wir auf jeden Fall alles geben. Versprochen.






C. Friedrich
D. Trapp