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AUFTAKTSIEG BEI TROPISCHEN TEMPERATUREN

Pirna bezwingt Aschersleben

Mit einem Erfolgserlebnis starteten die Eisenbahner in die neue Saison der Mitteldeutschen Oberliga. Gegner dabei waren die Alligators aus Aschersleben, die sich als erwartet schwerer Prüfstein erwiesen.

Schon der Rahmen in der glühend heißen Sonnstein Arena legte den Grundstein für einen emotionalen Abend. Als Gäste konnten die an diesem Tag ebenfalls erfolgreichen Fußballer des VfL Pirna-Copitz begrüßt werden, die ihr Versprechen wahr machten, welches sie im gemeinsamen Training gegeben hatten. Die Tänzerinnen des ESV Lok präsentierten sich ebenso vor dem Spiel mit einer wunderbaren Tanzdarbietung.

Und dann das Spiel. Von Beginn an stand die Lok unter Dampf. Torhüter Benas Vaicekauskas konnte einige Würfe der Gegner parieren und schnelle Angriffe einleiten. Leider fehlte es in diesen Situationen dann etwas an Wurfgenauigkeit. Trotzdem spielten die Eisenbahner sehr geduldig ihr Positionsspiel, welches diesmal zu Beginn vom emsigen Krzysztof Kusal angetrieben wurde. Leider musste Miran Valincic, immerhin Rekordtorschütze der letzten Saison, verletzungsbedingt passen. Kusal brachte immer wieder unseren Kapitän Toto Schneider geschickt ins Spiel. Dieser nutzte diese Vorlagen und den am Kreis erkämpften Platz zu einigen Toren aus dem Rückraum. Und in der Abwehr wurde wieder Beton angerührt. Schon in der Vorsaison unser Prachtstück, scheint die Abwehr durch unsern Neuzugang Goran Trkulja noch ein bisschen Stabiler geworden zu sein. Apropos Neuzugang! Alle drei Neuen konnten sich an diesem Tag wunderbar ins Spiel einbringen und dem Spiel ihren Stempel aufdrücken. Einer ganz besonders, dazu später mehr.

Ab der 22. Minute gelang es den Milicevic-Schützlingen sich etwas vom Gegner abzusetzen und den Vorsprung bis zur Pause auf 5 Tore auszubauen. Doch wer in der Kabine den Worten des Trainers folgen konnte wusste was uns in der zweiten Halbzeit erwartete. Er warnte die Mannschaft vor der Cleverness und dem Kampfgeist der Ascherslebener, die seit Jahren in der nahezu gleichen Besetzung spielen und sich dieses Jahr noch verstärkt haben.

Und so kam es wie vorhergesagt. Schnell gelang es unseren Gästen sich wieder bis auf 2 Tore heranzukämpfen. Doch anders als noch bei der letzten Begegnung mit den Gästen ließen die Eisenbahner nicht aus der Ruhe bringen.

Ab der 40. Minute ging dann den Alligators in der Sauna-Atmosphäre dann etwas die Luft aus und die Kräfte schwanden. Milicevic hingegen konnte seinem gesamten Kader Einsatzmöglichkeiten bieten und damit auch den etablierten Spielern die ein oder andere Pause gönnen. Selbst in Unterzahl gelangen uns Tore, es lief einfach an diesem Tag. Als dann Gästetrainer Filippov eine offensive Deckungsvariante als letzte Möglichkeit das Ergebnis zu korrigieren sah, schlug die Stunde des jungen Maxim Heinold. Der 18 jährige Linksaußen übernahm die Rolle des gedeckten Kusal und überraschte Gegner und Fans mit einigen Aktionen, tollen Würfen und Anspielen. Spätestens ab der 53. Minute glaubte dann schließlich in der Halle keiner mehr an eine Pirnaer Niederlage. Der Rest war dann ausgelassenes Feiern.

Was bleibt unterm Strich? Der erste Sieg im Eröffnungsspiel seit der Zugehörigkeit zur 4. Liga. Alle drei Neuen haben sich sehr gut in die Mannschaft eingefügt und Akzente gesetzt. Aber, bei der Chancenauswertung gibt es noch einiges zu verbessern. Sehr positiv zu bewerten ist die Tatsache, dass alle eingesetzten Spieler auch Zeiten auf dem Parkett bekommen haben.

Kommenden Samstag geht es nach Plauen zum HC Einheit. Dort gilt es die Leistung des Spieles zu bestätigen. Mit breiter Brust antreten werden die Eisenbahner auf alle Fälle.

U. Heller
D. Trapp