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Handballkrimi

SG Pirna Heidenau vs. HC Einheit Plauen 17:17 (10:6)

Auch nach einer Nacht, einer unruhigen Nacht, fällt es schwer das Spiel zu beurteilen. Ständig wogte das Geschehen hin und her. Am Ende stand ein verlorener Punkt zu Buche.

Nach der Winterpause von mehreren Wochen fragt man sich immer wieder, wie hat die Mannschaft die Pause verkraftet? Die Gäste aus Plauen hatten diese Pause scheinbar besser verkraftet, so fanden sie sofort zu ihrem Spielrhythmus und gingen in den ersten Minuten stets in Führung. Erst nach circa 10 Minuten kam das Pirnaer Spiel zum Laufen. Nun gelangen die Kombinationen im Angriff, konnte eine schnelle Mitte gespielt werden und im Tor hielt Benas Vaicekauskas bärenstark. Bis zum Pausenpfiff konnten sich die Eisenbahner so mit vier Toren absetzen. Doch schon in dieser Phase der Partie war ersichtlich, dass der Vorsprung durch aus höher hätte ausfallen können, beziehungsweise ausfallen müssen. Doch da die Abwehr sicher stand und der Torhüter gut hielt, konnte so die schlechte Chancenverwertung kompensiert werden.

Nach dem Seitenwechsel schien es so weiter zu gehen wie vor der Pause. Unsere Eisenbahner wussten stets die richtige Antwort auf die Plauener Angriffe zu geben. Spätestens ab der 45. Minute war der Wurm drin in der Partie der Lok. Kaum noch etwas zählbares sprang nun heraus. Den Gästen aus der Spitzenstadt wiederum gelangen in dieser schwäche Phase unserer Jungs einige sehr sehenswerte Tore, vor allem im Umkehrspiel nach Ballverlusten durch unsere vielen Fehlwürfe. Vor allem Pfosten und Latte standen unserem Torerfolg konsequent im Weg. Trotzdem gingen die Milicevic-Schützlinge 6 Minuten vor dem Ende mit einer eigentlich beruhigenden 4-Tore-Führung in die Schlussphase. Jedoch entwickelte sich das Spiel zu einem sprichwörtlichen "Handballkrimi".

Im Angriff konnte unsere Lok nun keinen einzigen Treffer mehr erzielen und im Gegenzug die Gäste Tor um Tor aufholen. Fast mit dem Abpfiff, 4 Sekunden vor Schluss, gelang Plauen der Ausgleich. Die Messen schienen gelesen. Doch beim Versuch den Ball schnell zum Anwurfpunkt zu spielen, wehrte ein Gästespieler den Ball ab. Logische Konsequenz war die rote Karte für ihn und ein Siebenmeter für uns.

Der Strafwurf sollte die letzte Aktion des Spiels sein. Diese wurde jedoch lange Zeit verzögert, weil ein gegnerischer Spieler permanent versuchte unseren 7m-Schützen Miran Valincic aus dem Konzept zu bringen in dem er ihn verbal attackierte. Leider schien er damit Erfolg gehabt zu haben, denn der Wurf landete am Pfosten. Großer Jubel auf der einen Seite, der Seite der Gäste und Enttäuschung auf der anderen Seite, unserer.

Doch nach einer Nacht zwischen Abpfiff und Bericht sieht die Welt schon wieder etwas besser aus. Wir haben unseren vierten Platz verteidigt und einen weiteren Punkt eingefahren. In der nächsten Woche gibt es ein Auswärtsspiel in Apolda. Die Glockenstädter mussten an diesem Spieltag eine deutliche Niederlage in Halle kassieren und werden sicherlich auf Wiedergutmachung brennen. Aber auch unsere Jungs werden wieder alles in die Waagschale werfen und es dann, besonders im Angriff, besser machen.




Spielstatistik (PDF)
U. Heller
Hatzi
00329