Spielbericht

Erster Matchball vergeben
MSG Groß-Bieberau/Modau - HSV Lok Pirna/Dresden 29:23 (16:10)


Nach der dreiwöchigen Handballpause konnten die Handballer der HSV Lok Pirna/Dresden ihren ersten Matchball zum vorzeitigen Klassenerhalt nicht nutzen. Mit einer 29:23-Auswärtsniederlage trafen die Elbestädter nach über 1000 Reisekilometern um zwei Uhr in der Nacht in der Heimat ein und hatten nicht die zwei erhofften Punkte im Gepäck, die den Hazl-Schützlingen der Ligaverbleib bescheren sollten.

Die Trainingswoche lief gut, die Stimmung in der Mannschaft vor dem Duell gegen den Tabellen-Neunten aus Hessen war ob der Erfolge vor der Osterpause überaus optimistisch. "Leider haben wir heute wieder unser Auswärtsgesicht gezeigt und haben uns das Leben selber schwer gemacht", konstatierte Lokführer Petr Hazl die Leistung seiner Mannen gegen die MSG Groß-Bieberau/Modau. Die Eisenbahner begannen gut und fanden passabel in die Partie. Das erste Tor des Spiels erzielten zwar die Gastgeber aus dem Norden des Odenwaldes, in der Folge jedoch gaben die Pirnaer den Takt vor. Die Mannschaft von MSG-Trainer Florian Bauer zog stets mit den Elbestädtern gleich und warf sich nach dem 1:0 erstmals in Minute 15 wieder in Front. Bis zur 20. Minute gestaltete sich die Partie offen, doch mehr und mehr entglitt den Sachsen in der Folge der Spielfaden. Die Lok leistete sich im Angriff einige Fehler zu viel und brachte den Ball selber nicht mehr im Netz der MSG unter. Die Hessen ihrerseits nutzen die Einladungen dankend aus und setzten sich mit vier Toren in Serie anschließend gar auf 13:8 ab (24.). Dabei fingen sich die Hazl-Buben insbesondere in der ersten Welle immer wieder Gegentore ein, weil sie die sich ihrerseits zuvor gebotenen Möglichkeiten liegen ließen oder am MSG-Keeper Paul Bar scheiterten. Nach den ersten 30 Zeigerumdrehungen leuchtete ein 16:10 auf der Anzeigetafel der Großsporthalle Groß-Bieberau.

Das erste Erfolgserlebnis im zweiten Spielabschnitt hatten wie schon in Durchgang eins die Gastgeber zu verbuchen. Im Folgenden entwickelte sich ein ähnlicher Spielverlauf wie in Halbzeit eins. Diesmal legten die Hessen vor und die Elbestädter zogen nach. Doch so sehr sich die Mannen von Petr Hazl auch mühten den Abstand zu egalisieren und die Weichen auf Sieg zu stellen-auf mehr als vier Tore sollten die Elbestädter nicht mehr an ihren Kontrahenten herankommen (26:22, 58.). Dafür leisteten sich die Eisenbahner im Angriff leichte Fehler und warfen zu viele "Fahrkarten". Drei nicht verwandelte Strafwürfe waren ebenso Beleg wie die Tatsache, dass auch die Lok-Außen nicht ihren besten Tag erwischten. Die MSG Groß-Bieberau war nicht die stärkere Mannschaft, sondern die, die am Ende die Fehler des Anderen ausgenutzt und daraus ihr Kapital geschlagen hat. So konnten Torsten Schneider und Co. die Partie im zweiten Abschnitt ergebnistechnisch zwar ausgeglichen gestalten. Wirklich zählbares jedoch sprang bis zum Ablauf der 60 Spielminuten nicht mehr heraus. Und so mussten die Hazl-Buben die über 500 Kilometer lange Heimreise ohne Punkte im Gepäck antreten.

Nach den Ergebnissen des Wochenendes (Dessau-Rosslau punktete in Nieder-Roden, Aschersleben gewann sein Heimspiel gegen das Liga-Schlusslicht aus Münden) rangiert die HSV Lok Pirna/Dresden auf dem zwölften Tabellenrang und hat bei noch zwei ausstehenden Partien vier Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang. Die Schützlinge von Petr Hazl haben es also nach wie vor selber in der Hand aus eigener Kraft in den Zielbahnhof Klassenerhalt einzufahren. "Das wird nächste Woche eine harte Nuss, die wir mit Kirchzell zu knacken haben", weiß Geschäftsführer Uwe Heller um die Schwierigkeit dieser Aufgabe. "Aber insbesondere auf eigenem Parkett haben wir unsere Spiele gegen Leipzig, Nieder-Roden und Wallau eindrucksvoll gewonnen, da bin ich mir sicher, dass die Jungs auch gegen den Tabellen-Zweiten aus Kirchzell noch einmal alle Prozente rauskitzeln werden, um sich am Ende selbst zu belohnen."

Zum letzten Heimspiel der Saison 2013/2014 hoffen die Mannen von Petr Hazl freilich noch einmal auf eine volle Hölle-Ost, die in wichtigen Situationen des Spiels vielleicht auch noch das positive Zünglein an der Waage für die Lok-Buben sein wird.
Auf geht´s Pirna - Gemeinsam zum Ziel!!!

HSV Lok: Percin, Michelsen, Koch (1), Möbius (4), Brecko (1), Havlat (3), Bouček (8/5), Miličević (2), Helbig (1), Ultsch, Große (1), Schneider (2)

Spielfilm: 1:0 (1.), 1:2 (6.), 3:4 (11.), 7:7 (19.), 9:8 (20.), 13:8 (24.), 13:9 (27.), 16:10 (HZ); 17:10 (31.), 17:12 (37.), 20:14 (41.), 23:16 (48.), 23:18 (51.), 26:21 (57.), 29:22 (60.), 29:23