Spielbericht

Zweiter Punkt für die Lok
HSV lok Pirna Dresden – TV Groß-Umstadt 27:27


In Handball Pirna wartet man weiter auf den ersten Saisonsieg. Dem Team von Petr Hazl erkämpfte beim 27:27 zwar den zweiten Saisonzähler, verharrt nach diesem Ergebnis mit 2:12 Zählern aber weiter im Tabellenkeller. HSV Trainer Petr Hazl war trotz des Punktgewinns nach dem Abpfiff ziemlich aufgebracht. „Die Chance auf den ersten Saisonsieg war heute eigentlich so groß wie noch nie.“ Mit dieser Meinung stand der Tscheche nicht allein. Den Gästen steckte erstens noch die 30:27 Niederlage vom Samstag gegen den HC Elbflorenz in den Knochen. Und zweitens waren die Hessen und das stellte sich m Spielverlauf heraus, nicht der überragende Gegner, den man nicht zwei Zähler hätte abknöpfen können. „Wir sind heute mehr an unseren eigenen Fehlern gescheitert, als am Gegner.“ sagte Petr Hazl in seiner Spielanalyse. „Meine Spieler ließen beim 8:6 viermal die Chance aus sich weiter abzusetzen. Zusätzlich haben wir drei Siebenmeter nicht im Kasten von Groß-Umstadt untergebracht. Das gibt bei einem so engen Spiel den Ausschlag.“ TV Trainer Tim Beckmann sprach nach dem Abpfiff eindeutig von einem verlorenen Zähler für sein Team „Wir waren sechs Minuten vor Spielende, beim 21: 25 durch Fabian Kraft vier Treffer weg. So ein Ergebnis müssen wir einfach über die Ziellinie bringen.“

Die Frage nach den Kräfteverschleiß nach der Doppelbelastung von zwei Partien innerhalb von 24 Stunden ließ Beckmann unbeeindruckt. „Wir wollten das so. Also kann das auch nicht als Ausrede gelten.“ Petr Hazl stellte die Frage nach dem gewonnenen Zähler erst einmal hintenan. „Ja. Die Jungs haben nach dem die Partie schon gelaufen schien,viel Moral bewiesen. Trotzdem ist mir in unserer gegenwärtigen Situation der eine Zähler zu wenig. Damit sind wir im nächsen Heimpiel gegen Anhalt Bernburg (Sonntag 17.00 Uhr) regelrecht zum Siegen verdammt.“ Hazl sagte das auch mit Blick auf die nach dieser letzten Heimpartie bis Ende November, vier Auswärtsbegegnungen in Folge Dort muss die Lok in Kirchzell, Bad Neustadt Leipzig und Bad Blankenburg antreten. Bei der bekannten Auswärtsschwäche der sächsischen Eisenbahner dürfte sich da nicht viel Zählbares auf der Habenseite ansammeln. Die Gastgeber mussten in Sonntagsspiel vor 300 Zuschauern ohne Dusan Milicevic auskommen. Der Linksaußen muss nach einem Muskelfaserriss noch drei Wochen pausieren. Im ersten Durchgang ging die Lok durch zwei Havlat Treffer zum 8:6 (23.min) erstmals mit zwei Treffern n Führung. Danach trafen die Hessen fünfmal in Folge zum 11:8. Nach der 11:10 Halbzeitführung für die Gäste konnte sich in der Folge kein Team mit mehr als zwei Treffern absetzen. Tim Beckmanns klug genutzte Auszeit, bei eigener Überzahl ließ mit dem nachfolgenden Treffer von David Acic den Vorsprung auf 21:18 für Groß-Umstadt anwachsen. In der Schlussphase besannen sich die Gastgeber,die spielerisch nur teilweise überzeugten, auf ihre Kampfkraft. Nach dem 25:21 (54.Minute) für die Hessen drohte sechste Saisonpleite für Pirna. „Das wir die noch abgewendet haben, nehme ich mal als Positives mit.“ wusste Uwe Heller nichtob er sich mehr ärgern oder freuen sollte. Jiri Brecko traf zwei Minuten vor Ultimo zum 26:26 Ausgleich den Joshua Kraus postwendend mit dem 27:6 beantwortete. Nerven vom Punkt bewies Vladan Kovanovic, der per verwandelten Strafwurf den 27:27 Endstand besorgte. In den Schlusssekunden standen sich die beiden besten Spieler im direkten Duell gegenüber. Der „Kleine“ Jiri Brecko (9 Treffer) ließ den „Großen“ Florian See (10 Treffer) nicht mhr zum Wurf kommen.

HSV: Dietze, Weber, Möbius, Brecko 9, Havlat 4/1, Boucek 2, Helbig,Große 3/1, Schneider. Hartmann, Danovski 3, Kovanovic 6,