Spielbericht

Souveräner Sieg über Münden


Nachdem knapp verpassten Punktgewinn in der letzten Woche bei der SG Wallau (24:20), war am gestrigen Samstag die TG Münden zu Gast. Die Niedersachsen, von Trainer Frank Janotta, reisten mit 0:16 Punkten an die Elbe. Am Ende, eines für die Lok-Fans, überragenden Spiels stand der vierte Heimsieg in Folge auf der Habenseite.

Mit 30:23 (16:7) fertigte Lok den Gast aus Münden ab. Eine in allen Bereichen starke Mannschaftsleistung überzeugte Trainer Petr Hazl und die Zuschauer in der Sonnenstein-Arena. Mit Robert Düsel und Lars Grießbach waren auch wieder zwei Akteure der zweiten Mannschaft im Kader, die unter anderem den Ausfall von Steffan Helbig kompensieren sollten. Als die Mannschaft der TG Münden einlief waren die Spieler der HSV Lok Pirna Dresden noch bei der Spielvorbereitung. Ein Sinnbild für die folgenden 60 Minuten 3.Liga Handball. Die Lok aus Pirna konzentriert und die Gäste hektisch und voreilig. „Ich bin sehr froh, dass die Jungs genau das umgesetzt haben was wir wollten“, sagte Lok-Trainer Petr Hazl nach der Partie. Und offensichtlich hatte er die Mannschaft sehr gut auf den Gegner eingestellt. Die Gäste begannen sehr hektisch und nach einer Parade des wieder starken Mario Percins und einiger technischer Fehler der Gäste, setzte sich das Hazl-Team schnell ab. Nach sechs gespielten Minuten stand bereits ein 4:1 für Lok auf der Anzeigentafel. In den kommenden Minuten bot sich dem Zuschauer eine nervöse Phase beider Teams. Bevor Torsten Schneider in der 13. Spielminute den Ball zum 6:3 im Kasten unterbrachte, gab es auf beiden Seiten einige technische Fehler und Ungenauigkeiten. Dann aber drehte die Lok auf und bestrafte jeden Fehler der Gäste eiskalt. Mit der starken Defensivarbeit kamen die Mündener nicht klar. Im Angriff legten die Pirnaer, in dieser Phase des Spiels, eine hohe Treffsicherheit an den Tag. So waren es Dusan Milicevic und der, in der ersten Spielhälfte sehr treffsichere Christian Möbius, die jeweils mit einem Doppelschlag das 10:3 markierten. Den Vorsprung konnten die Gäste nicht mehr verringern. Am Ende der ersten Spielhälfte legten zwei sehr sehenswerte Heber von Dusan Milicevic, der mit 13/4 Treffern nicht zu stoppen war und Philip Große endgültig den Grundstein für den nächsten Heimsieg. So ging es mit einer 16:7 Führung zum Pausentee.

Ähnlich zum Beginn der Partie starteten auch die zweiten dreißig Minuten. Mario Percin verriegelte seinen Kasten und in der Offensive wurden die Angriffe sehr gut und sicher ausgespielt. Drei Tore in Folge von Milicevic ließen den Vorsprung auf 19:7 (36.) anwachsen. Als Phillip Große die Eisenbahner mit 23:10 (41.) in Führung brachte, zeigte auch Morten Michelsen seien Qualitäten. Der Torhüter kam für den starken Mario Percin, doch stand diesem in nichts nach. In Unterzahl parierte Michelsen zweimal sehr stark und entschärfte einen Siebenmeter. Im Laufe der zweiten Hälfte konnten die Gäste aus Niedersachsen den Rückstand noch verringern. Gefährlich wurde es würd den HSV Lok Pirna Dresden aber nie. Die Mannschaft spielte die Begegnung souverän zu Ende. Als die Zuschauer sich, kurz vor Spielende, in der „Hölle-Ost“ erhoben und den Sieg feierten setzte Maximilian Hartmann, mit dem Abpfiff den Schlusspunkt (30:27 60.) einer starken Vorstellung des gesamten Teams. „Ich bin sehr zufrieden“ waren die Schlussworte des Lok-Coaches auf der Pressekonferenz. Und so ging es wohl allen Lok-Anhängern an diesem Tag.

„Wir haben dem Gegner heute früh den Zahn gezogen“ so Phillip Große am Ende der Partie. Der 20-jährige Linkshänder bekam im Laufe der Partie einen Schlag auf den Wurfarm, doch gab sofort Entwarnung „Es ist nichts ernstes.“ Während die TG Münden weiter ohne Punktgewinn da steht, konnte die Lok den Abstand zum Tabellenende wieder etwas vergrößern. Am kommenden Wochenende ist spielfrei, so dass kleine Blessuren keine Probleme darstellen. Auch Trainer Petr Hazl weiß um die Wichtigkeit der Regeneration „Ich bin froh dass wir nun mal eine Woche Pause haben, die Jungs brauchen das“

Am 09.11. tritt die HSV Lok Pirna Dresden die nächste weite Reise nach Hessen an. Dann ist die Mannschaft zu Gast bei der HSG Rodgau Nieder Roden. Das nächste Heimspiel ist am 16.11. gegen die Bundesligareserve des SC Magdeburg.

Lok: Percin (1.-40.) Michelsen (40.-60.) R. Düsel, C. Möbius (4), J. Havlat (2), F. Gaube, J, Boucek (1), D. Milicevic (13/4), R. Ultsch, P. Große (3), T. Schneider (5), M. Hartmann (2) L. Grießbach.