Vorbericht

Kellerduell in Bad Blankenburg


Wenn die Handballspielvereinigung Lok Pirna Dresden und der HSV Bad Blankenburg am kommenden Sonntagnachmittag um 16.30 Uhr das Parkett der Guts-Muths-Sporthalle betreten, dann treffen zwei Teams mit dem selben Ziel aufeinander - Gewinnen und das richtige Zeichen im Kampf um den Klassenerhalt setzen.

Ohne eigenes Zutun mussten die Elbestädter am vergangenen Wochenende mit ansehen, wie sie auf den letzten Rang der Tabelle rutschten. Durch den 37:21-Kantersieg des Aufsteigers Northeimer HC gegen die HG 85 Köthen zogen die Niedersachsen von der Punkteausbeute her gleich mit den Lok-Mannen, haben aber nunmehr das um einen Treffer bessere Torverhältnis und damit die Rote Laterne an die Pirnaer weitergereicht. Nach wie vor greifen die sächsischen Eisenbahner nach dem ersten doppelten Punkterfolg der Saison. Der HSV Bad Blankenburg hat zumindest in dieser Statistik die Nase vorn, doch mit gegenwärtig vier Pluspunkten rangieren die Kurstädter selbst in den unteren Regionen der Drittliga-Tabelle. Rein nominell ist das Ziel des HSV, einen Rang im gesicherten Mittelfeld des Tableaus zu erreichen, nicht weit hergeholt, blieb das Team von Trainer Rüdiger Bones im Vergleich zum Vorjahr so gut wie unverändert. Aber auch die Kurstädter aus Thüringen sind durch eine Serie verlorener Spiele in die untere Tabellenhälfte hineingerutscht und konnten diese trotz zweier Siege gegen Bernburg und Northeim nicht postwendend wieder verlassen.

Ähnlich wenn nicht gar schlechter erging bis dato den Schützlingen von Lokführer Petr Hazl. Oft nah dran, konnte er mit seinen Jungs noch keinen doppelten Punkterfolg feiern. Und auch dieses Mal ist das Ziel genauso eindeutig wie unbedingt nötig: Ein Sieg für die Elbestädter muss her. Auch im Hinblick auf die folgenden Partien in der heimischen Sonnenstein-Arena (die Lok empfängt die HG 85 Köthen und die Beavers aus Dessau), sowie auswärts in Northeim wäre ein Erfolg mit der Maximalausbeute das richtige Signal für den Lok-Express, um das 15er-Feld von hinten aufzurollen und sich für die zweite Halbserie und den Kampf um den Klassenerhalt passabel in Stellung zu bringen.

Doch auch dies ist erst einmal Zukunftsmusik. "Die Konzentration gilt ganz und gar der Partie in Bad Blankenburg, in der wir uns endlich einmal belohnen wollen", legt Geschäftsführer Uwe Heller die Messlatte vor dem Kellerduell auf die richtige Höhe. Bleibt zu hoffen, dass den Pirnaer Ballwerfern die Verschnaufpause (die Elbestädter hatten ein spielfreies Wochenende) gut getan hat und den Mannen von Petr Hazl endlich den ersehnten Sieg beschert.