Vorbericht

Weite Reise für Pirnaer Handballer an den Baggersee


Am kommenden Samstag ist auch für die Handballer der HSV Lok Pirna Dresden wieder Drittliga Handball angesagt. Nachdem die Spieler von Trainer Petr Hazl am vergangen Wochenende spielfrei hatten, steht für die Elbstädter das nächste Gastspiel in Hessen an. Gegner sind um 19:30 Uhr die sogenannten Baggerseepiraten der HSG Rodgau Nieder Roden. Das Team von Übungsleiter Alex Hauptmann belegt zurzeit den zweiten Tabellenplatz (15:3 Punkte) hinter der GSV Eintracht Baunatal. Die Hessen aus dem Landkreis Offenbach setzten in der vergangen Woche ein Ausrufezeichen und besiegten die Bundesliga-Reserve des SC Magdeburg mit 34:21.

Die Eisenbahner gehen ohne Frage als Außenseiter in diese Partie. „Auch in Wallau waren wir Außenseiter und es hätte beinahe gereicht. Mit etwas Glück und der Leistung der ersten 40 Minuten in Wallau ist auch gegen Nieder Roden etwas drin“ bestätigt Philipp Große die Außenseiterrolle. In der Tat hat die Lok in der Vergangenheit gezeigt, dass auch gegen die Großen der Liga mitgehalten werden kann. Doch belohnen konnte sich die Mannschaft für die guten Leistungen bisher nicht. Die gesammelten 9 Punkte, die aktuell Tabellenplatz zehn bedeuten, wurden alle in heimischer Halle eingefahren.

Personell hatte Petr Hazl unter der Woche mit einigen Engpässen zu kämpfen. Torhüter Morten Michelsen und Rechtsaußen Maximilian Hartmann konnten diese Woche nicht voll trainieren. Während sich Michelsen eine Fleischwunde am Fuß zuzog kämpfte Hartmann mit einem grippalen Infekt. Der Einsatz von Maximilian Hartmann ist sehr fraglich und wird sich kurzfristig entscheiden, der 22- jährige Morten Michelsen hingegen wird am Samstag die rund 500 Kilometer lange Reise antreten. Wieder mit dabei ist Steffan Helbig, der im Heimspiel gegen Münden wegen einer Erkrankung fehlte.

Eine schwierige Aufgabe kommt auf die Deckung der Pirnaer und vor allem auf Philipp Große zu. Der flinke 20-jährige bekommt es in der Deckung mit Michael Weidinger zu tun. Weidinger ist aktuell bester Torschütze der Liga mit 89 Treffern. Somit kommt es nicht nur zum Duell der Piraten gegen die Eisenbahner, es treffen auch die beiden besten Torschützen der Liga aufeinander. Denn hinter Weidinger folgt Lok-Torgarant Dusan Milicevic.

Um den Auswärtsfluch zu brechen bedarf es am Samstag großer Anstrengung. Doch wieso nicht, als deutlicher Außenseiter, den starken Piraten den Wind aus den Segeln nehmen und den Auswärtssieg feiern.