Vorbericht

Lok steht mächtig unter Druck


Der Stachel der Enttäuschung saß tief - Die herbe Niederlage am vergangenen Wochenende gegen einen direkten Konkurrenten um einen Platz über der ominösen Abstiegslinie war ein kräftiger Nackenschlag für die Pirnaer Ballwerfer. Diese Schlappe war im Ergebnis und dem Zustandekommen die Konsequenz der aktuellen Misere der Handballspielvereinigung. Das Selbstbewusstsein der Lok-Akteure hat ob der bisherigen Ergebnisse arg gelitten. Die Umstände, welche die aktuelle Situation der Elbestädter widerspiegeln, sind vielschichtig. Die Lok steht also am 13. Spieltag unter Zugzwang und mächtig unter Druck.

Am kommenden Samstag nun haben die Schützlinge von Petr Hazl abermals ein Duell gegen einen Kontrahenten um den Klassenerhalt in der Dritten Liga-Ost vor der Brust. Nach vier Partien in Folge auf fremden Parkett erwarten die sächsischen Eisenbahner mit der HG 85 Köthen ebenfalls eine Mannschaft, die im Kampf um den Ligaverbleib wichtige Punkte benötigt. Nominell jedenfalls liegt die Messlatte im Hinblick auf einen Heimsieg gegen die HG 85 Köthen nicht zu hoch, haben sich die Pirnaer vor der Saison doch passabel verstärkt. Gleichwohl wird es für die Elbestädter wichtiger denn je, die Sonnenstein-Arena als geschlossene Einheit mit dem Ziel zu betreten, gemeinsam für den ersten Saisonsieg zu fighten und zu beweisen, dass die rote Laterne zu Unrecht in Pirna leuchtet. Ein Fragezeichen steht wie bereits vergangene Woche hinter dem Einsatz von Steffan Helbig, der sich in den letzten Tagen mit einer hartnäckigen Grippe herumplagte. Auch ist nicht sicher,ob Keeper Nick Weber mit von der Partie ist. Verletzungsbedingt musste er gegen Bad Blankenburg passen. Wenn es nach beiden Spielern geht, wollen Helbig und Weber freilich ins Geschehen eingreifen und mittendrin statt nur dabei sein. Dass die Zeit der Verletzungen vorbei ist,das hofft nicht zuletzt auch Lokführer Petr Hazl.

"Es wird freilich keine einfache Aufgabe", ist sich Geschäftsführer Uwe Heller vor der Partie gegen den Tabellen-14. aus Sachsen-Anhalt der Tücke der Aufgabe bewusst. "Aber wenn wir unser Ziel erreichen wollen, ist ein Sieg gegen Köthen einfach bitter nötig", nimmt Heller das Lok-Team in die Pflicht. Der Druck lastet also klar und deutlich auf den Schultern der Pirnaer Ballwerfer. Doch sollte dieser der Ansporn sein, gemeinsam mit den treuen Fans für eine Trendwende zu sorgen.

Eine volle Sonnenstein-Arena, das wünschen sich Dušan Miličević und seine Team-Kameraden im Ost-Derby gegen Köthen. Gemeinsam dazu beitragen, dass das Feuer in der "Hölle-Ost" wieder brennt! Auf geht´s Pirna!