Vorbericht

Mit der richtigen Motivation ins letzte Heimspiel der Hinrunde<


Großes Steinepurzeln war angesagt bei Trainer Petr Hazl, seinen Spielern, den Verantwortlichen und Fans der Handballspielvereinigung Lok Pirna Dresden - Nach dem Schlusspfiff am vergangenen Samstag im Spiel gegen die HG 85 Köthen kannte der Jubel in Handball-Pirna keine Grenzen - und das war auch gut so. Doch ebenso wie in anderen Sportarten gilt auch beim Spiel mit der klebrigen Harzkugel: Das nächste Spiel ist immer das schwerste.

Und so erwartet die sächsischen Eisenbahner am kommenden Wochenende eine nicht minder schwere Aufgabe in der heimischen Sonnenstein-Arena. Zu Gast sind die Beavers vom Dessau-Roßlauer HV 06, die gegenwärtig so etwas wie die Mannschaft der Stunde sind. Der Grund? Nach der knappen Niederlage bei den Baggerseepiraten aus Nieder-Roden rotierte in der Bauhausstadt das Trainerkarussell. Kein geringerer als Uwe Jungandreas übernahm ab dem zehnten Spieltag das Zepter bei den bis dahin ebenfalls in der Abstiegszone rangierenden Sachsen-Anhaltinern. Mit Jungandreas schien die Siegermentalität nach Dessau zurück gekehrt zu sein, denn die Beavers haben von den letzten vier Partien keine einzige verloren und dabei gar drei Mal das Parkett mit jeweils einem doppelten Punkterfolg verlassen (in Groß-Umstadt und Köthen und in eigener Halle gegen Bad Blankenburg). Erst in der vergangenen Woche musste sich der DRHV mit dem TV Kirchzell die Punkte teilen.

Welche Ursache jedoch auch immer dieser kleine Lauf der Dessauer hat, so hoffen die Eisenbahner ihrerseits, dass der erste doppelte Punkterfolg dieser Spielzeit nunmehr selbige Wirkung auf den weiteren Saisonverlauf der Hazl-Buben hat. "Selbstverständlich haben wir realisiert, dass sich Dessau in den vergangenen Spielen aus dem Tabellenkeller geworfen hat, doch ist dies für uns nicht der Grund in Ehrfurcht zu erstarren. Wir wissen welche Hürde uns bevorsteht, doch die Serie der Beavers zu durchbrechen und insbesondere unsere eigene Leistung mit den errungenen zwei Punkten gegen Köthen sollten für uns die richtige Motivation sein, auch die kommende Partie für uns zu entscheiden", wünscht sich Geschäftsführer Uwe Heller am zweiten Adventswochenende ein Erfolgserlebnis für sich und die Jungs von Lokführer Petr Hazl im letzten Heimpunktspiel des Jahres.

Es erwartet die sächsischen Eisenbahner mit der Partie gegen den Dessau-Rosslauer HV 06 also erneut ein waschechtes Ost-Duell in der Sonnenstein-Arena. Deshalb hoffen nicht zuletzt die Lok-Mannen auf eine volle Halle zum finalen Heimspiel der Saison mit genau der gleichen Stimmung, wie schon am vergangenen Wochenende. Und so gibt es vielleicht auch nach dem Öffnen des sechsten Türchens am Adventskalender und den gefüllten Stiefeln am 06.12.2014 in Handball-Pirna etwas zu feiern...